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Landwirt plant neue Ställe für 85.000 Hähnchen

Elze/Meitze Landwirt plant neue Ställe für 85.000 Hähnchen

Zwei Hähnchenmastställe für jeweils 42.500 Tiere plant ein Elzer Landwirt. Damit verdoppelt er annähernd die Zahl der Tiere auf seinem Hof. Das hat Ortsbürgermeister Jürgen Benk während der jüngsten Sitzung des Ortsrates Elze/Meitze im Elzer Schützenhaus mitgeteilt.

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Zum Teil gab es nur noch Stehplätze für die rund 80 Besucher bei der Sitzung des Ortsrates Elze/Meitze im Elzer Schützenhaus.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Die rund 80 Besucher nahmen die Nachricht gelassen zur Kenntnis. Ein weiteres Thema waren Prioritäten beim Straßenausbau in Elze.

Zu den Ställen betonte Benk, dass weder der Ortsrat noch die Gemeinde dabei mitredeten, da es sich um ein privilegiertes landwirtschaftliches Vorhaben im Außenbereich handele. Genehmigungsbehörde sei die Region Hannover. Der Investor habe ihm jedoch versichert, dass er bei Abluft und Stallreinigung„weit über den Standard hinaus“ bauen wolle. Der zusätzliche Mist werde in einer Biogasanlage verarbeitet.

Nach jeweils 42 Tagen Mastdauer folge eine siebentägige Stallreinigung. „Dann stinkt’s ein wenig“, sagte Benk, aber es gebe schon zum Betrieb der beiden vorhandenen Ställe keine nennenswerten Beschwerden. Außerdem wolle der Landwirt auch diese modernisieren. Die Wedemärker Grünen, namentlich nannte Benk den Ratsfraktionsvorsitzenden Wilhelm Lucka, hätten schon Gespräche mit dem Landwirt geführt – sie seien zufrieden mit den Antworten. Lucka, der unter den Zuhörern war, nickte zustimmend. Noch in diesem Jahr würden die Baupläne öffentlich ausgelegt, sagte Benk.

Die Straßen Tannenweg, In der Horst, Hohenheider Straße und Schmiedestraße in Elze sollen Vorrang haben bei Ausbau respektive Sanierung. Die genaue Rangfolge soll aber erst festgelegt werden, wenn auch andere Ortsräte ihre Prioritäten genannt haben, war sich der Ortsrat auf Benks Vorschlag hin einig. Alle vier seien wichtige Verbindungen im Ort, teils mit Busverkehr, die in einem schlechten Zustand seien. Für die Anlieger bedeute dies, dass sie 90 Prozent der Ausbaukosten tragen müssen. Die restlichen zehn Prozent trage die Gemeinde. Angesichts der teils großen Grundstücke könne dies Kosten zwischen 6000 und 12000 Euro für die Anlieger bedeuten. Gleichzeitig hob Benk hervor, dass viele noch gar nichts gezahlt hätten, seit Elzer Straßen erstmals hergestellt wurden.

Zwiespältig sei die Situation bei der Schmiedestraße, führte er weiter aus. Sie sei einerseits so marode, dass eine Sanierung mit Anliegerbeteiligung gerechtfertigt sei. Andererseits werde sie bald von zahlreichen Baufahrzeuge noch stärker in Mitleidenschaft gezogen, die über sie ins 5,5 Hektar große Baugebiet Bäckkamp zwischen Walsroder Straße und Schmiedestraße rollen werden. Es wäre verständlich, wenn die Anlieger nicht auch für diese Belastung zur Kasse gebeten werden wollten, meinte er. Deshalb seien Ausbau und Kostenbeteiligung zurzeit mit einem Fragezeichen zu versehen, Gespräche mit der Gemeinde über das weitere Vorgehen und Lösungen notwendig.

Grünen-Ratsherr Lucka sieht sich falsch verstanden

Zum Thema Hähnchenmastställe sieht sich der Grünen-Ratsfraktionsvorsitzende Wilhelm Lucka nicht richtig wiedergegeben. Sein Nicken, als Ortsbürgermeister Jürgen Benk darauf hinwies, dass er, Lucka, ebenfalls anwesend sei, sei nicht Zustimmung zu den Planungen und Zufriedenheit mit Antworten aus einem Gesprächen zwischen Grünen und Landwirt gewesen. Er habe sich damit nur zu erkennen geben wollen, sagte Lucka am Donnerstag.

Inhaltlich sehen die Grünen nach seinen Worten Fragezeichen bei den Auswirkungen auf das Grundwasser und beim Tierwohl. Dass der Landwirt betriebswirtschaftlich argumentiere, sei nachvollziehbar, hebele aber die Argumente der Grünen nicht aus. Vor allem könne er als Lokalpolitiker nicht zufrieden damit sein, dass weder Gemeinde noch Lokalpolitik Einwirkungsmöglichkeiten in dem Verfahren haben, da die Region Genehmigungsbehörde ist. Die Grünen sähen das Thema losgelöst von individuellen Belangen. Lucka: „Es muss eine Agrarpolitik im großen Maßstab geben, mit der Landwirte leben können.“

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