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Löscheimer als pfiffige Werbeaktion

Wedemark Löscheimer als pfiffige Werbeaktion

Mit 1200 knallroten „Haushaltslöschkübeln“ und einer Portion Humor hat die Ortsfeuerwehr Brelingen am Sonntag um Quereinsteiger für den aktiven Dienst geworben.

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Werbung mit Humor vor ernstem Hintergrund: Julian (von links), Daniel und Jan Heuer nehmen ihren „Haushaltslöschkübel“ von Ortsbrandmeister Michael Helfers entgegen.

Quelle: Roman Rose

Brelingen. Vor jeden Hauseingang im Dorf stellten die Ehrenamtlichen am Vormittag einen roten Eimer mit dem Aufkleber „Haushaltslöschkübel“. Er enthielt ein Informationsblatt für den Gebrauch: Nach dem Anrufen der Notrufnummer 112 solle man zehn Minuten warten, hoffen, dass die Feuerwehr kommt, und ansonsten den Eimer mit Wasser füllen und selbst löschen - bei größeren Bränden mit Nachbarn und Eimerkette.

Der Hintergrund der humorigen Aktion ist durchaus ernst. Mancher kleinen Feuerwehr auf dem Lande gehen die Mitglieder aus, Ortsfeuerwehren werden zusammengelegt oder geschlossen. „Es gibt noch immer Menschen, die glauben, dass das Feuerlöschen von einer Berufsfeuerwehr erledigt wird, und wir würden nur beim Osterfeuer grillen“, bringt Ortsbrandmeister Michael Helfers den Irrtum drastisch auf den Punkt.

Bundesweit haben nur die 100 größten Kommunen angestellte Berufsfeuerwehrleute. Auch in der Wedemark retten, löschen und bergen ausschließlich Freiwillige im Ehrenamt. Die Gemeinde stellt Kleidung und Ausrüstung, aber kein Personal. Die Eimeraktion soll die Einwohner zum Mithelfen veranlassen. „Eine Handvoll Aktive als Seiteneinsteiger können wir durchaus gebrauchen“, sagt Helfers. Zurzeit hat die Ortsfeuerwehr 36 Aktive. Dass auf Fotos immer mehr Uniformträger zu sehen seien, liege an der starken, aber inaktiven Altersabteilung. Deshalb: „Egal, ob Mann oder Frau - jeder sollte mal überlegen, ob er mitmacht“, sagt Helfers.

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