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Das Malen gibt Künstlerin Marion Seewald Kraft

Resse Das Malen gibt Künstlerin Marion Seewald Kraft

„Herbstfarben“ heißt die letzte Bilderausstellung des Jahres im Moorinformationszentrum (Mooriz) in Resse, die am Sonntag, 15. Oktober, um 12 Uhr eröffnet wird. Künstlerin Marion Seewald aus Engelbostel zeigt eine Auswahl von 30 Bildern aus ihrem rund zehnmal so großen Fundus.

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"Herbstfarben" lautet das Thema: Die Langenhagener Künstlerin Marion Seewald stellt bis Januar 30 Bilder im Moorinformationszentrum in Resse aus.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Sie malt in Pastell, Acryl und Öl. Ihre neueste Leidenschaft sind wasserlösliche Ölfarben, mit denen sie besonders feine und zarte Effekte erzielt. Im Mooriz zeigt sie Bilder in den Farben des Herbstes, abstrakte und fotorealistische, aus ihrer gesamten Schaffenszeit. Die Künstlerin wird zur Vernissage anwesend sein. Der Eintritt ist frei.

Seewald, Jahrgang 1949, hat seit ihrer Kindheit ein besonderes Interesse für die Natur und das Malen. Ihre beiden Großväter haben die gebürtige Cellerin geprägt – ein Landwirt der eine, ein Tischlermeister der andere, der am Celler Schlosstheater für die Herstellung der Bühhendekoration verantwortlich war. „Nach der Schule verbrachte ich viele Stunden im Theater. Meine Begeisterung für die gestaltende Kunst war enorm und manchmal durfte ich kleine Arbeiten ausführen. Diese Kindheitseindrücke hatten auf mich als 11-Jährige großen Einfluss und darum auch auf meine Lebensgestaltung“, erzählt sie. Schon damals wünschte sie sich: „Mein Beruf muss etwas mit Malen und Gestalten zu tun haben.“ So wurde sie zunächst Entwurfszeichnerin in Handdruck- und Siebdrucktechniken, wechselte dann als Designerin in die Industrie. Dort entwarf sie gemusterte Rollos, Kulturtaschen, Klebefolien, Tischdecken, Markisen, Fußbodenbeläge und Wandverkleidungen.

Mit der Familiengründung veränderte sich ihr Leben radikal, denn ihr Sohn kam vor 37 Jahren schwerstbehindert zur Welt. Sie gab ihren Beruf auf und widmete sich verstärkt dem Kind – und der Malerei. „Das war und ist der Ausgleich für mich, so kann ich Kraft schöpfen“, erzählt Seewald, während sie im Mooriz die Bilder für die Ausstellung an die Wände hängt. Nicht zufällig heißt eines ihrer Bilder genau so - „Kraft schöpfen“. Seit 1985 ist sie selbstständig als freischaffende Malerin und führt die Kellergalerie Engelbostel.

Ihre besondere Liebe gilt der Detailmalerei. Dazu nimmt sie Pinsel, die vielleicht nur noch drei Haare haben. „Damit kann ich immer noch Texte malen. Ich werfe einen Pinsel ohnehin erst weg, wenn er gar keine Haare mehr hat“, sagt sie. Und wenn ihr ein eigentlich fertiges Bild nicht mehr gefällt oder sie meint, es fehlt doch noch etwas, dann greift sie erneut zum Pinsel und verändert es. Oft geht sie nach einem Fernsehabend noch um 22 Uhr in ihr Atelier, und dann kann es locker 3 Uhr nachts werden, bis sie den Pinsel aus der Hand und sich ins Bett legt.

Weil es sie immer drängt, Neues zu malen, kann sie mittlerweile viele Wände in privaten wie öffentlichen Räumen bestücken. Zwei bis vier Ausstellungen richtet sie pro Jahr aus. Stets freut sie sich, wenn die Betrachter sich mit ihren Werken auseinandersetzen. Käuflich sind ihre Bilder auch, aber der Verdienst stehe nicht im Vordergrund, betont sie.

„Die Arbeitsgruppe Kultur des Mooriz konnte erfahren, welch gutes Gespür sie für Räume und Bedingungen hat“, berichtet Renate Kolb vom Verein Bürger für Resse, dem Betreiber des Mooriz. Nach wenigen Blicken auf ihre Bilder habe man sich gemeinsam für die Ausstellung „Herbstfarben“ entschieden. Diese ist bis Januar 2018 im Mooriz zu sehen. Geöffnet ist das Haus mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr.

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