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Einzelhandel gestalten statt kaputtreden

Mellendorf Einzelhandel gestalten statt kaputtreden

Zum Thema Leerstände und Geschäftsaufgabe soll es im September Gespräche zwischen der Gemeinde und dem Einzelhandel im Gewerbeverein Mittelpunkt Mellendorf (MPM) geben.

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Plakate in den Schaufenstern sprechen eine deutliche Sprache. Dort wird es in den nächsten Tagen und Wochen zumindest vorübergehend zu einem Leerstand kommen.

Quelle: Kallenbach

Mellendorf. Der Wirtschaftsförderer der Gemeinde, Carsten Niemann, hat wegen der Brisanz ein Gespräch dazu im September in Aussicht gestellt. „Wir müssen die Situation gemeinsam mit allen Aktiven angehen“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Die eingeschlagene Richtung der Serviceorientierung im ansässigen Handel sei die richtige, um möglichst viel Kaufkraft in der Gemeinde zu binden.

„Aber wir müssen die Gefahr durch den Internethandel erkennen und darüber nachdenken“, betonte er. Eine Idee sei, gemeinsam einen Gemeindeentwicklungsplan für den Einzelhandel aufzulegen. Während darin Ziele der Gewerbeentwicklung allgemein dargestellt seien, wäre es Niemann zufolge vielleicht sinnvoll, einen Projektplan Einzelhandel anzustoßen, den die Verwaltung möglicherweise unterstützen könnte.

Darin würden Ziele, Chancen, eine Risikoanalyse und konkrete Schritte beschrieben, die ergriffen werden müssten, verdeutlichte er. „Der Einzelhandel in den Orten ist wichtig“, unterstrich der Wirtschaftsförderer. Man müsse neue Signale setzen für den Standort Wedemark. „Potenzial ist vorhanden - klären wir gemeinsam, wohin die Reise gehen soll.“

Er warnte davor, einen Niedergang des örtlichen Einzelhandels herbeizureden. „Man sollte den Handel nicht bei Einzelfällen von Geschäftsaufgaben kaputtreden“, moniert Niemann. Stattdessen seien aktive Anstöße in der Geschäfts-Landschaft erforderlich, um die Standortqualität zu gestalten. „Markt und Gesellschaft verändern sich“, führte er an. Ob kundenfreundliche, einheitliche Öffnungszeiten in den Orten, die äußere Optik der Geschäftshäuser, Beleuchtung, Schaufenstergestaltung, Service vor Ort im Sinne von Einkaufserlebnis - in allen Punkten sei eine veränderte Erwartungshaltung der Kunden auszumachen, und der Handel müsse sich daran anpassen.

Von Ursula Kallenbach

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