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Feuerwehr übt im Eisstadion und wirbt für sich

Mellendorf Feuerwehr übt im Eisstadion und wirbt für sich

Bei einer Übung im Eisstadion hat sich die Mellendorfer Feuerwehr am Sonntag bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen lassen - rund 100 Besucher nutzten die Gelegenheit. Zudem konnten die Familien die Drehleiter in Augenschein nehmen.

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Mit Atemschutz arbeiten sich die Mellendorfer Feuerwehrleute bei der Übung im Eisstadion vor.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Wedemark. Bei Arbeiten in der Werkstatt der Eishalle gibt es eine Explosion. Dann steigt aus dem Eisstadion Qualm hoch. Hausmeister Hans-Jürgen Schwuchow bemerkt die Rauchschwaden. Fünf Personen werden vermisst und sind möglicherweise verletzt.

Das ist das Szenario bei der Einsatzübung der Mellendorfer Ortsfeuerwehr. Daraufhin alarmiert Ortsbrandmeister Cord Hanebuth seine Kollegen, die kurze Zeit später mit heulenden Sirenen am Einsatzort eintreffen. Zwischenzeitlich postieren sich die Zuschauer rund um das Geschehen. Derweil fragt der Ortsbrandmeister die Kinder: "Welche Nummer wählt ihr, wenn es brennt?" "112", sagt ein Junge prompt. "Richtig", lobt Hanebuth.

Dann übernimmt Hanebuth die Moderation und erläutert das Vorgehen der Ehrenamtlichen. Damit die Besucher mehr sehen, nehmen sich die Feuerwehrleute mehr Zeit. "Das würde im Ernstfall nicht gehen", sagt der Ortsbrandmeister. Der erste Angriffstrupp mit Gruppenführerin Maren Hanebuth verschafft sich zunächst einen Überblick. Erste Schläuche werden ausgerollt. Kurz danach treffen die 24 Meter lange Drehleiter ein und ein weiterer Löschtrupp. Die Drehleiter wird ausgefahren und ein Feuerwehrmann löscht aus der Höhe.

Wegen starken Rauchs suchen derweil Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken nach Verletzten. "Damit auch die Retter gefunden werden, falls ihnen etwas passiert, ziehen sie die Schläuche hinter sich her", erläutert Jens Tauber, stellvertretender Ortsbrandmeister. Falls sie also selbst in Not sind, heißt es für ihre Kameraden: Immer nur am Schlauch entlang. Kurze Zeit später werden die vermeintlich Verletzten aus dem Keller befreit. Später dann auch eine Puppe aus einer Werkstatt, wo Rauchwolken herausquellen. Ein starker Lüfter sorgt dann recht schnell für klare Sicht.

Manche Kinder halten sich die Ohren zu, weil die Hörner so laut sind. Andere drehen sich gar um, weil ihnen der Qualm sowie die Feuerwehrleute mit ihren Atemschutzmasken unheimlich vorkommen. "Das ist nur ein Spiel", versucht ein Vater seinen Kindern zu erklären.

20 Frauen und Männer sind im Einsatz gewesen. Mit der Übung will die Mellendorfer Feuerwehr die Bevölkerung über ihre Arbeit informieren. "Nicht allen Bürgern ist klar, dass wir eine freiwillige Feuerwehr sind", sagt Hanebuth. Alle Feuerwehrleute in der Wedemark sind ehrenamtlich unterwegs - Geld gibt es also nicht.

Der Einsatz ist für die Retter am Stadion nach Löschen und Retten noch nicht beendet. So werden etwa nasse Schläuche aussortiert und an die Feuerwehrtechnische Zentrale weitergeleitet und die Fahrzeuge mit neuen Schläuchen ausgerüstet. "Die Schläuche werden nach jedem Einsatz gereinigt", berichtet Hanebuth. Ein sogenannter Schlauchpool befindet sich auf dem Bauhofgelände in Wennebostel, so der Ortsbrandmeister weiter.

Zugleich wirbt die Feuerwehr mit der Übung um Nachwuchs. Derzeit haben laut Hanebuth sowohl die Kinder- als auch die Jugendfeuerwehr guten Zulauf. Bei den Sechs- bis Zehnjährigen steht ein Junge sogar auf einer Warteliste.

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Von Katerina jarolim-vormeier

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