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Milchhof Hemme beeindruckt Pakistaner

Sprockhof Milchhof Hemme beeindruckt Pakistaner

Eine fünfköpfige Delegation aus Pakistan sowie drei Besucher aus Schweden haben sich gestern den Milchhof Hemme in Sprockhof angeschaut. Dabei durften sie den Weg von der Rohmilch bis zur Erhitzung beobachten.

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Jörgen Hemme (Dritter von links) zeigt einer schwedisch-pakistanischen Delegation seinen Milchhof.

Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Wedemark. Warum hat sich diese Besuchergruppe vom Chef Jörgen Hemme überhaupt führen lassen? Die Antwort ist sehr einfach: Hemme Milch verwendet eine Abfüllanlage und Verpackungen des schwedischen Unternehmens Ecolean. Zugleich hat die skandinavische Firma auch Kunden in Pakistan. Dort heißt das Unternehmen Engro Foods und ist ebenfalls Abnehmer für die schwedischen Produkte. Die Asiaten vertreiben neben Milchgetränken und -pulver auch Speiseeis.

Weil sich diese Firma weiterentwickeln will, schauten sich Vertreter aus den Bereichen Marketing und Verkauf auf dem Traditionshof in Sprockhof um. Sie schauten sich die Milchabfüllung in dem 400 Jahre alten Familienbetrieb an. Zudem erfuhren sie, dass derzeit 320 Kühe auf einer etwa 300 Fußballfelder großen Futterfläche grasen. „Unser Futter ist gentechnikfrei“, erläuterte Hemme. Er zeigte der Gruppe die Verarbeitung der Milch in der Hofmolkerei.

Nach Auskunft von Qualitätsmanagerin Katrin Laude werden jeden Tag etwa 20.000 Liter Milch gemolken. Dabei sei eine Hälfte für Frischmilch und die andere Hälfte für die Produktion von Joghurt, Quark, Pudding sowie Mixgetränken, erklärte sie. Ihr Job: Sie gibt die Milch nach Tests für den Verkauf frei. Weiter erläuterte Laude zunächst die Kühlung der Rohmilch und die spätere Erhitzung auf 74 Grad: „Aber nur drei bis vier Sekunden.“ Bei den Mixgetränken, wie etwa Kakao-, Vanille- und Erdbeermilch, wird ihren Angaben zufolge die Frischmilch wegen der besseren Haltbarkeit ein oder zwei Sekunden länger erhitzt.

Bei diesen Erzählungen horchten die Besucher aus Pakistan besonders auf, da in ihrem Land die Milch zu 95 Prozent im Rohzustand vom Bauern zum Verbraucher gelangt. „Erst zu Hause erhitzen die Leute das beliebte Getränk“, berichtete Ahsan Afzaal, Marketingleiter bei Engro Foods. Seinen Angaben nach gibt es in seinem Land etwa zehn Millionen Milchbauern. Allerdings hätten die meisten von ihnen nur etwa zehn Kühe. „Nur sehr wenige Betriebe zählen mehr als 100 Tiere“, sagte der Pakistaner, den die Führung sehr beeindruckte.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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