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BfR: Radweg muss früher als 2020 kommen

Wedemark BfR: Radweg muss früher als 2020 kommen

Die Bürger für Resse (BfR) wollen nicht noch vier Jahre auf einen Radweg zwischen Resse und Scherenbostel warten. Mit einem Fahrradkorso am Sonntag, 7. August, wollen sie dessen Dringlichkeit für mehr Sicherheit unterstreichen und pochen auf einen früheren Baubeginn. Treffpunkte sind um 14 Uhr der Parkplatz am Frischmarkt und die Grünfläche an der Bushaltestelle Resse/Lönswinkel.

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Sie hoffen, dass möglichst viele mitradeln: Mit einem Fahrradkorso am 7. August will der Verein Bürger für Resse erneut Druck machen für einen Radweg von Resse nach Scherenbostel.

Quelle: Roman Rose

Resse.  Ziel des Korsos ist der Parkplatz beim Scherenbosteler Schützenhaus. Nach kurzem Aufenthalt geht es zurück nach Resse. Gegen. 16.30 Uhr soll die Veranstaltung mit der Ankunft dort enden.

Um erneut den Bürgerwillen zu dokumentieren, hat BfR eine Resolution entworfen, die möglichst viele Menschen unterschreiben sollen. Sie wird am 7. August verteilt und auch schon vorher im Ort. Der Verein hat zudem die Ratsfraktionen angeschrieben, damit auch viele Kommunalpolitiker mitradeln.

„Als einziger großer Ort der Gemeinde Wedemark ist Resse bisher nicht an das straßenbegleitende Radwegenetz angebunden“, sagt der BfR-Vorsitzende Jochen Pardey. Nach Protesten im vergangenen Jahr unter anderem mit einer Postkarten-Aktion habe die Region zwar mittlerweile eine Umsetzung für das Jahr 2020 angekündigt. Auch sei zur Realisierung bereits ein Ingenieurbüro mit Vermessungen beauftragt worden. Doch die Bürger für Resse wollen mehr Tempo. Die Kriterien, warum der Radweg erst für 2020 auf der Liste stehe, müssten kritisch hinterfragt werden. „Warum werden anderswo vorhandene Radwege erstmal verbreitert, bevor wir überhaupt einen bekommen?“ fragt der BfR-Chef.

Eine von der Gemeinde Wedemark veranlasste Verkehrszählung bestätige die Einschätzung, dass auf dieser Strecke Fahrradfahrer stark gefährdet seien. Die 24-stündige Aktion am 15. März mit einem automatischen Messgerät ergab, dass sich 96,5 Prozent des Gesamtverkehrs zwischen 6 und 22 Uhr abspielt. Insgesamt nutzten in dieser Zeit 2617 Autos und Lastwagen die Kreisstraße 102. Die Spitzen lagen morgens zwischen 7 und 8 Uhr, am Nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr.

„Das bedeutet, dass Radfahrer auf dem Weg zwischen den Ortsteilen von einigen Dutzend Autos überholt werden – zum Teil gefährlich eng“, sagt Pardey. Nicht zuletzt führen die meisten zu schnell. Die Verkehrszählung bestätigt das. 85 Prozent der Gezählten waren am Messpunkt knapp unter 100 Kilometer pro Stunde schnell, erlaubt ist dort Tempo 70. „Das erklärt, warum noch immer so wenig Radfahrer dort fahren“, sagt Pardey.

BfR-Mitglied Andreas Krauthoff sieht auch eine regional wichtige Facette: „Wir haben hier zwar das schöne Moorinformationszentrum der Region mit dem Schwerpunkt Naturerhalt, doch umweltfreundlich mit dem Rad ist es nur unter Gefahr zu erreichen.“ Das habe bisher wohl noch niemand berücksichtigt.

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