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Erbe fördert Musik von Uropa mit Konzert

Bissendorf Erbe fördert Musik von Uropa mit Konzert

Mit einem Konzert am Sonnabend, 3. Dezember, in Brelingen will ein Bissendorfer das musikalische Erbe eines seiner Vorfahren der Öffentlichkeit nahebringen.

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In St. Martini wollen Horst Michael Fehrmann (links) und Hans-Jürgen Weiß vom Orgelbauverein Reznicek-Werke erklingen lassen.

Quelle: G

Wedemark. Plötzlich war Horst Michael Fehrmann Erbe. Er beerbte über die Generationen seinen Urgroßvater Emil Nikolaus von Reznicek, einen weithin in Vergessenheit geratenen deutschen Komponisten. Fehrmann lebt seit 1986 in Bissendorf. In Zusammenarbeit mit dem Brelinger Orgelbauverein will er in einem Konzert am Sonnabend, 3. Dezember, ab 20 Uhr das Werk Rezniceks wieder bekannt machen.

Als musikalischer Botschafter dafür wird in der Brelinger St.-Martini-Kirche das international gefragte Minguet-Quartett auftreten. Das Quartett erarbeitet zurzeit eine CD-aufnahme von Rezniceks Werken. Eine Kostprobe daraus wird in Brelingen zu hören sein. Das Ensemble spielt darüber hinaus Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Anton Webern, Gustav Mahler und Franz Schubert.

Fehrmann hat den Orgelbauverein für diese Kooperation gewonnen – und damit einen wunderbare Kirchenklangraum. Fehrmann hat das Konzert initiiert und fördert es, und diese Aufgaben hat er als Universalerbe direkt übernommen und zu pflegen. „Ich habe erst langsam lernen müssen, dass es ein hochinteressantes Gesamtprojekt ist“, sagt der Nachlassverwalter des Komponisten. „Ich muss die musikalischen Rechte bei der GEMA verwalten und mich für eine Renaissance der Musik meines Urgroßvaters einsetzen.“

Viel Forschungsarbeit von Musikhistorikern steckt schon in dem Projekt. Seit 2003 gab es erste öffentliche Aufführungen von Reznicek-Werken. 2011 gründete sich in der Wedemark der Musikverlag „Editio Reznicek“ und begann mit der Überarbeitung der Tonsätze. Bisher umfasst das Projekt 40 Werke, 28 sind bereits neu gesetzt. Mit dem Minguet-Quartett hat sich eine jahrelange Zusammenarbeit entwickelt. Bis 2017 wird das Ensemble die Reznicek-Quartette komplett eingespielt haben. Die Idee, mit dem Minguet-Quartett in der Wedemark aufzutreten liege doch eigentlich nahe, meint Fehrmann. „Zwei Nachfahren meines Urgroßvaters haben schon ihre letzte Ruhestätte in der Wedemark gefunden.“ Das Grab des Komponisten ist in Berlin zu finden.

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