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FDP geht mit fünf Punkten in den Wahlkampf

Wedemark FDP geht mit fünf Punkten in den Wahlkampf

Mit breiter Brust gehen die Freidemokraten in der Wedemark in den Kommunalwahlkampf: 16 Kandidaten allein für den Rat bieten sie auf. Spitzenkandidat ist Erik van der Vorm, der auch jetzt schon im Rat sitzt. Auf Listenplatz zwei steht Andrea Giese, die Wedemärker FDP-Gemeindeverbandsvorsitzende.

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Die FDP-Kandidaten Erik van der Vorm und Andrea Giese wollen mit der Neuordnung von Landschaftsschutzgebieten neue Gewerbeansiedlungen in der Wedemark ermöglichen.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Fünf Punkte sind es im wesentlichen, mit denen die Liberalen die Wähler überzeugen wollen. Ganz vorn steht die Neuordnung der Landschaftsschutzgebiete in der Wedemark, um neues Gewerbe anzusiedeln. Vor allem an den Autobahnabfahrten müssten Gebiete aus dem Landschaftsschutz herausgenommen werden. Dafür sollen an anderer Stelle neue Flächen ausgewiesen werden. „Ich will nicht weniger Landschaftsschutz", betont van der Vorm. Unter Neuordnung fällt für ihn auch, Gewerbe südlich der Schlager Chaussee zuzulassen. Florierendes Gewerbe sei eine Grundvoraussetzung für Gewerbsteuereinnahmen, und diese würden gebraucht, um die Gemeinde weiterzuentwickeln. 

Der Ratsherr hat auch bisher keinen Hehl daraus gemacht, dass er eine Baumschutzsatzung für überflüssig hält, auch wenn die Ratsmehrheit diese jetzt anders nenne. Eine gemeindeweite Regelung ist für ihn der falsche Weg. Bürger würden unter Generalverdacht gestellt, dass sie ohne Satzung rücksichtslos abholzten. Neupfanzungen würden eher verhindert, weil die Bürger befürchten müssten, das ein gepflanzter Baum Jahrzehnte nicht mehr entfernt werden dürfe. Einzelne ortsbildprägende Bäume könnten genauso gut über eine Bebauungsplanung geschützt werden, sagt der Liberale.

Bei Windkraftanlagen ist seine Haltung ebenfalls eindeutig: Ja. Aber nur, wenn der Mindestabstand die zehnfache Nabenhöhe zur nächsten Wohnbebauung beträgt. Zuviele Gefährdungen seien noch nicht ausreichend untersucht.

Dass die Wedemark im Regionalen Raumordnungsprogramm zum Mittelzentrum erhoben werden soll, hat er bereits mehrfach gefordert, wenngleich erfolglos. Doch er sei entschlossen, dieses dicke Brett auf Gemeinde- und Regionsebene weiter zu bohren, betont er.

Nicht zuletzt fordert van der Vorm ein Verkehrskonzept für die Gemeinde. Ziel soll sein, zum Beispiel die langen Wartezeiten an den Bahnübergängen in Bissendorf und Mellendorf zu verringern. Auch der Berufsverkehr an den Einmündungen der Schlager Chaussee und der Straße Am Husalsberg auf die Landesstraße 190 müsse neu gesteuert werden. Dort staut es sich täglich. Denkverbote dürfe es nicht geben, betont er. Auch der zunehmende Fernverkehr gehöre in den Fokus, da einige Straßen in der Wedemark Umleitungen für den Autobahnverkehr seien. Parkprobleme an unterschiedlichen Stellen und die Anbindung kleinerer Ortsteile an den öffentlichen Nahverkehr müssten ebenfalls auf den Tisch.

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