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Baggersee der ASV-Angler als Forschungsobjekt

Meitze Baggersee der ASV-Angler als Forschungsobjekt

Mit seinen Seen in Meitze und Brelingen nimmt der Angelsportverein (ASV) Neustadt am Baggerseeprojekt in Niedersachsen teil. Das Projektziel ist, die Artenvielfalt zu sichern und zu fördern.

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Mit vereinten Kräften holen die Angler die Fische für die Vermessung aus dem Netz.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Das Projekt hat am 1. Juni begonnen. Es wird mit insgesamt 1,9 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Es dauert bis zum 31. Mai 2022.

Als erster Schritt war am Sonntag eine Bestandsaufnahme am Meitzer See angesagt. Rund 20 ASV-Angler, darunter viele Mitglieder aus der Wedemark, bestimmten, maßen und wogen zusammen mit Wissenschaftlern nach, was sich alles im Wasser tummelt. Doch auch das Vorkommen von Pflanzen, Muscheln, Krebsen und Libellen haben die Beteiligten im Blick.

„Die Besonderheit des Baggersees ist, dass er am Ufer sofort steil abfällt. Deshalb gibt es dort wenig Pflanzen und für viele Fischarten keine Laichmöglichkeit. Darum planen wir im Zuge des Projekts die Einrichtung von Flachwasserbereichen“, sagt ASV-Vereinschef Holger Machulla. Außerdem soll totes Holz versenkt werden – ebenfalls als Lebensraum für allerlei Wasserbewohner. Ziel der Angler ist auch, dass sie mehr Fische fangen können und die Bestände im Wasser sich auf längere Sicht selbst reproduzieren – sie also auf den ständigen Neu- und Nachbesatz verzichten können.

Für die Wissenschaftler, die zum Teil Doktorarbeiten im Zuge des Projekts schreiben, geht es um die Auswirkung von Maßnahmen über die sechsjährige Projektdauer. „Wir schauen, ob zum Beispiel das Anlegen der Flachwasserbereiche die erhofften Wirkungen erzielt oder nicht, was also die Strukturaufwertung bringt“, sagt Biologe Sven Martern vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin (IGB). „Wir werden hier noch viel lernen – vielleicht auch, was wir in der Vergangenheit Unsinniges gemacht haben“, sagt Machulla.

Die beiden ASV-Gewässer in der Wedemark gehören zu rund 30 für das Projekt ausgesuchten Gewässern in Niedersachsen.

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Fotostrecke Wedemark: Baggersee der ASV-Angler als Forschungsobjekt

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