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Monika Kärgel führt Geschäft nicht weiter

Bissendorf-Wietze Monika Kärgel führt Geschäft nicht weiter

Der letzte Tante-Emma-Laden in der Wedemark macht zu: Monika Kärgel hat sich entschieden, ihr Lebensmittelgeschäft an der Burgwedeler Straße/Ecke Natelsheideweg in Bissendorf-Wietze aufzugeben. Sie tut es der Gesundheit zuliebe, aber schweren Herzens. Zusammen mit Ortsbürgermeister Daniel Leide hofft sie, dass ein Nachfolger weitermacht.

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Monika Kärgel und Ortsbürgermeister Daniel Leide hoffen, dass sich ein Nachfolger für das Geschäft findet.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Während die großen Supermarkt- und Discounterketten bei Standorten unter 800 Quadratmeter Ladenfläche gar nicht erst hingucken, ist das kleine Ladengeschäft von Monika Kärgel seit vielen Jahren mit viel weniger Fläche sehr erfolgreich. Auf nur 85 Quadratmetern bietet sie Lebensmittel für den täglichen Bedarf an, Frühstück und Kaffee für Durchreisende, frische Brötchen und ein breites Sortiment an Zeitungen und Zeitschriften. Selbst sonntags ist sie für ihre Kunden da. Und wem der Weg in den Laden zu beschwerlich ist, der kann sich immer auf Kärgels Lieferservice verlassen - bisher.

Am 2. Januar 1984 war der kleine Markt eröffnet worden. Monika Kärgel führt ihn in dritter Generation. Viele Kunden kommen täglich. Die Geschäfte laufen gut, sagt sie. Aber das bedeutet eben auch viel Arbeit, und die muss sie seit zwei Jahren im Wesentlichen allein stemmen, seit ihr Mann plötzlich starb. Gemeinsame Pläne zur Erweiterung wollte sie danach nicht mehr umsetzen. Doch auch so blieb mehr als genug zu tun. "Sieben Tage Arbeit in der Woche, immer gut 60 Stunden, alles lastet allein auf meinen Schultern", sagt sie, "aber weniger machen geht auch nicht". Der Gesundheit zuliebe will sie deshalb im Laden aufhören - aber privat etwas Neues beginnen, um in Kontakt mit Menschen zu bleiben. Zwei Teilzeitmitarbeiterinnen gehen in den Ruhestand.

Den Schlusspunkt setzt Monika Kärgel am 1. Oktober. Bis 10 Uhr will sie an ihrem Stammplatz, der Kasse, stehen, danach mit Familie, Kunden und Weggefährten anstoßen. "Ich bin dankbar für viele gute Jahre - das will ich allen auch sagen."

Was könnte kommen? Kärgel ist als Eigentümerin des Gebäudes für Vieles offen. Ein Hofladen vielleicht, auch eine Kombination mit Schlachter und Bäcker fände sie gut, wenigstens ein Friseur. Leide würde sich wünschen, dass der Bringdienst bleibt. "Es muss Leben bleiben im Ort", sind sich beide einig. Wer übernehmen möchte oder Ideen hat, ist willkommen. Sohn Alexander Kärgel ist für solche Gespräche unter Telefon (0172) 9337445 erreichbar.

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Die Kasse ist ihr Platz gewesen: Am 1. Oktober wird Monika Kärgel dort bis 10 Uhr zum letzten Mal stehen, dann mit allen zum Abschluss anstoßen.

Quelle: Roman Rose
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