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Nabu: 1838 Erdkröten am Lönssee gerettet

Mellendorf Nabu: 1838 Erdkröten am Lönssee gerettet

Je nach Witterung wanderte mal am Tag nur ein Tier über die Straße, mal waren es fast 300: Genau 1838 Erdkröten, Bergmolche und Grasfrösche haben Aktive des Naturschutzbundes (Nabu) Wedemark am Lönssee bei Mellendorf gesammelt und sicher über die Hermann-Löns-Straße gebracht.

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Sammeleimer nur für Kröten: Andere Tiere sollen an dem Stock wieder herauskrabbeln können.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Dass die Freiwilligen bei Wind und Wetter morgens und abends die Amphibien aus den Eimern am Krötenzaun entlang der Regionsstraße beim Lönssee einsammelten und sorgfältig nach Art und Anzahl notierten, quittierte die Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde, Ursula Schwertmann, mit einem ausdrücklichen Dank. „Das ist ein tolles Ergebnis“, bescheinigte sie dem Nabu und den vielen Helfern.

Oft begannen die Ehrenamtlichen bereits weit vor dem 600 Meter langen Krötenzaun mit ihrer Rettungsaktion. Schon am Fernsehturm von Mellendorf wanderten die Tiere über die Fahrbahn. Einmal wurde ein Marderhund gesichtet, der entlang der Straße überfahrene Tiere fraß. Zusätzlich zu den aufgefundenen Tieren, die im Wald nördlich der Regionsstraße überwintern, kommen noch die aus den Waldbereichen rund um den Lönssee. Dort halfen außerdem Anwohner des Lönssee-Wohn-Areals, Tiere an der Zufahrtstraße einzusammeln.

„Insgesamt handelt es sich hier wohl um die größte Amphibienpopulation in der Wedemark“, fasst Schwertmann zusammen. Dies ist auch der Grund, weshalb der Nabu dort außer dem Krötenzaun ein besonderes Projekt plant. Die Ergebnisse der diesjährigen Aktion werden der Region Hannover vorgelegt. Die beeindruckenden Zahlen sollen dem Fachbereich Verkehr Argumente liefern, im Bereich Lönssee eine dauerhafte Amphibienschutzanlage zu bauen, die langfristig das Überleben der Population sichert.

Die Krötenwanderung Richtung Laichgewässer ist nun beendet und der Krötenzaun wieder abgebaut. „Damit möglichst viele Tiere sicher in die Waldgebiete zurückkehren können, sollten die Autofahrer dort auch in den nächsten Wochen noch rücksichtsvoll fahren“, bittet Schwertmann. Etwas trübte die positive Bilanz der Umweltschutzbeauftragten dann doch: „Leider nahmen einige Autofahrer wenig Rücksicht auf die Helfer an der Straße. Sie beschleunigten zusätzlich oder fuhren sehr dicht an ihnen vorbei. Das war schon sehr gefährlich. Ich hoffe, dass dort künftig vorsichtiger gefahren wird, zum Schutz der Kröten und der Menschen“, wünscht sich Schwertmann.

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