Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Nach Kritik: Mehr Busse im Schülerverkehr

Mellendorf Nach Kritik: Mehr Busse im Schülerverkehr

Nach Kritik am Schülerverkehr vom und zum Schulzentrum in Mellendorf will Regiobus mehr Busse als bisher fahren lassen. Eltern hatten sich bei dieser Zeitung über katastrophale Zustände beschwert, Regiobus daraufhin die Lage vor Ort geprüft.

Voriger Artikel
"Wie sollen sich die Ortsteile entwickeln?"
Nächster Artikel
Rotarier fördern inklusiven Sport beim MTV

Mit mehr Bussen will Regiobus Probleme beim Schülertransport am Schulzentrum Mellendorf beheben.

Quelle: Symbolbild/Franziska Kraufmann

Wedemark. Eine Mutter aus Bissendorf, deren beiden Kinder die Schulen in Mellendorf besuchen, hatte großen Ärger um den Schülertransport seit Beginn des Schuljahrs beklagt. Die Lage sei so schlimm wie nie zuvor. Es gebe übervolle Busse, zu späte Busse, heulende Fünftklässler und Eltern, die schnell Taxi spielen mussten. Eigentlich habe sie mit Regiobus bisher gute Erfahrungen gemacht, betont sie, doch die Lage im Moment sei eine Katastrophe. Es machten Gerüchte die Runde, dass Fahrplanänderungen mit den Arbeitszeiten der Busfahrer zusammenhingen.

Regiobus-Sprecher Tolga Otkun bestätigte auf Anfrage, dass es Probleme gibt. Nachdem das Unternehmen im Zuge der Recherche dieser Zeitung und von der Gemeindeverwaltung von den Zuständen erfahren habe, habe ein Mitarbeiter sich die Lage am Schulzentrum angesehen. In der Tat seien Schüler nicht mitgenommen worden, vor allem Mittags. "Das tut uns leid, offensichtlich reichen die Kapazitäten nicht, wir werden nachsteuern", versprach er.

Hintergrund der Fahrplanänderungen sei, dass der Unterricht an der IGS jetzt verbindlich ganztags bis 15.30 Uhr laufe. Bei unveränderten Anfangszeiten der Schulen hätte das Unternehmen aber fünf zusätzliche Busse einsetzen müssen - zu viele, wie die Planer fanden. Dank geänderter Schulzeiten habe Regiobus kalkuliert, mit zwei zusätzlichen Gelenkbussen auszukommen. Das werde jetzt neu bewertet.

Die Fahrpläne seien mit den Schulen abgestimmt gewesen. Auch habe Regiobus schon vor den Ferien entsprechende Flyer an den Schulen verteilt. Die Fahrplanänderungen seien ein Beitrag von Regiobus, damit die gebundene Ganztagsschule nicht gefährdet werde, betonte Otkun. Dass volle Busse Schüler stehen lassen, sei durchaus geplant. Es sei vielleicht nicht allen klar, dass weitere Busse folgten. Andererseits wollte er nicht ausschließen, dass Fahrer Schüler stehenließen, obwohl sie diese hätten mitnehmen sollen.

Otkun warb dafür, dass Probleme möglichst direkt an Regiobus gemeldet werden. Auf jedem Fahrplan sei rechts oben der zuständige Betriebshof mit Telefonnummer vermerkt. Für viele Linien in der Wedemark sei dies der Betriebshof Mellendorf, der unter Telefon (05130) 92900 erreichbar sei.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sn9k2dfml0goc42dfd
Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll

Fotostrecke Wedemark: Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll