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Ohne Nachfolger droht das Aus

Wedemark Ohne Nachfolger droht das Aus

Seit zwölf Jahren leitet Andreas Gerlach die Wedemärker Diabetiker-Selbsthilfegruppe für im Deutschen Diabetiker-Bund (DDB) - jetzt würde der 76-Jährige die Arbeit gern in jüngere Hände legen.

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Andreas Gerlach (links) möchte sein Amt in jüngere Hände geben. Dabei erhält er Unterstützung vom Bezirksvorsitzenden Dietmar Simoneit.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Schon vor zwei Jahren hatte er die Leitung abgeben wollen, doch bisher fand sich einfach niemand, der übernehmen wollte. Weil er andererseits die Gruppe nicht hängenlassen will, hat er bis heute weitergemacht. So langsam soll es nun aber gut sein. „Wenn es keiner machen will, dann läuft die Gruppe aus“, kündigt er an.

Jeweils etwa 15 Diabetiker des Typs 1 und 2 treffen sich an jedem zweiten Montag eines Monats. Sie kommen um 19.30 Uhr in der Cafeteria der Wedemark-Sporthalle am Roye-Platz zusammen. Diese Treffen organisiert Gerlach, lädt Ärzte, Zahnärzte, Podologen oder andere Fachleute dazu ein, die den Hilfesuchenden in Ruhe und abseits der Zeitnot des Praxisalltags Informationen anbieten. Dabei geht es nicht allein um Diabetes, sondern auch um Folgeerkrankungen. Zusätzlich gehen die Mitglieder zwei- bis dreimal pro Jahr gemeinsam essen und kegeln, sodass Gerlach etwa 15 Termine pro Jahr auf die Beine stellt. Zudem gibt es Gruppenmitglieder, die ihm von Fall zu Fall zur Hand gehen. Der Nachfolger könnte auf Gerlachs Erfahrungen zurückgreifen, denn der Wedemärker will weiter in der Gruppe bleiben.

„Der neue Leiter steht auf keinen Fall mit seiner Aufgabe allein, auch ich helfe, wo ich kann“, sagt der Bezirksvorsitzende Dietmar Simoneit aus Neustadt. Unter dem Dach des DDB-Bezirks sind etwa 250 Diabetiker in Selbsthilfegruppen aktiv. „Die Wedemärker Selbsthilfegruppe ist eine der bestbesuchten, sie ist wie eine Familie“, stellt er fest. Anforderungen an den neuen Leiter gebe es nur wenige. Er solle Mitglied im DDB und körperlich beweglich sein, die Aktionen mitmachen können und idealerweise einen Internetanschluss haben. „Wir kümmern uns um Gesundheit, und unser Tun entlastet letztlich die Ärzte, weil man bei uns mehr Zeit und Ruhe hat“, wirbt Simoneit für die Aufgabe.

13 Gruppen stellen sich im Bürgerhaus vor

Beim Selbsthilfetag im Bissendorfer Bürgerhaus am Sonnabend, 24. Oktober, beteiligen sich 13 Gruppen von den insgesamt mehr als 20 in der Wedemark. Von 11 bis 14 Uhr bieten sie im Bürgersaal Informationen an und stehen für Gespräche bereit. Es machen mit die Seniorenengel, die Freie Selbsthilfegruppe, das Bündnis für Familie (Schirmherr), der Arbeitskreis Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung, die Selbsthilfegruppe Senioren- und Behinderten-Wohngemeinschaft, die BEST-Beratungsstelle, die Wedemärker Selbsthilfegruppe der Deutschen Patientenliga Atemwegserkrankungen, die Organisation KIBIS, der Ambulante Hospizdienst, der Deutsche Diabetiker-Bund, der Gesprächskreis für pflegende Angehörige, die Stiftung für Behinderte und die Deutsche Myasthenie-Gesellschaft. Zwischen 11.30 und 13.15 Uhr werden begleitend im Bürgerzimmer insgesamt sechs kurze Vorträge gehalten. Der Eintritt ist frei.

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