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In Resse lebt die Gaudi hoch

Wedemark In Resse lebt die Gaudi hoch

Diese Szene hat Symbolcharakter: Bereits um 18.45 Uhr stehen die ersten Besucher vor dem Zelt. Doch Einlass zum Oktoberfest auf dem Parkplatz des Frischmarkts Pagel ist erst um 19 Uhr. Als dann die Sicherheitsleute die Schranken öffnen, gibt es kein Halten mehr.

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Beim Oktoberfest in Resse herrscht eine prima Stimmung.

Quelle: Stephan Hartung

Resse. Die Menschen stürmen hinein. Oktoberfest in Resse – das passt. Und das wusste Andreas Ringat schon im Vorfeld. „Wir haben 330 Karten verkauft, hätten aber 500 Tickets absetzen können“, sagt der Vorsitzende des Sportvereins Resse (SV), der zusammen mit Carsten Grotzke, Torsten Pagel und Kai Tschentscher das Organisationsteam bildete.

Auf die Beine gestellt hatte das Quartett ein klassisches Oktoberfest in einem 360 Quadratmeter großen Zelt, „welches der Zeltbauer übrigens noch um 60 Quadratmeter erweitert hat, nachdem wir die große Nachfrage bemerkt haben“, sagt Ringat. Im Innenbereich gab es die kulinarische Auswahl von Weißwürsten und Leberkäse bis hin zu Haxe, Brezeln und Sauerkraut. Für die Musik sorgte die Band Dick & Durstig – und bereits gleich zu Beginn mit einer Mischung aus Schlagern, Aprés-Ski-Hits und Oktoberfest-Liedern dafür, dass es die ersten Besucher nicht mehr auf den Holzbänken hielt.
Und ein wenig Gaudi darf natürlich auch sein. Zu späterer Stunde wurde das beste Dirndl des Abends gekürt. Die Jury bestand übrigens aus dem Organisationsteam – es gibt unangenehmere Aufgaben, als Frauen im attraktiven Outfit begutachten zu müssen. Humor gehört einfach dazu. Und Dankbarkeit, immer wieder mussten Ringat und seine Mitstreiter Hände schütteln und erhielten Lob für ihre Fest-Organisation.

Die Premiere ist also gelungen. Wie geht es weiter? „Im nächsten Jahr gibt es erstmal wieder unser Open-Air-Konzert am 12. August. Das Oktoberfest machen wir aber wieder, dann in zwei Jahren“, sagt Ringat und verspricht, „dass wir das noch größer machen“. Dann gibt es auch nicht mehr solch verrückte Begegnungen wie am Sonnabendvormittag. „Wir haben gerade das Zelt eingeräumt. Da hat uns jemand 500 Euro für ein Ticket geboten. Aber wir waren leider seit Dienstag ausverkauft.“ Eine Eintrittskarte kostete übrigens zehn Euro. Oktoberfest in Resse – der Schwarzmarkt blüht.

Hohe Polizeipräsenz

Dank erheblicher Polizeipräsenz – unter anderem war ein Einsatzkommando aus Hannover eingesetzt – ist es beim Oktoberfest in Resse weitgehend friedlich geblieben. Lediglich zwei Auseinandersetzungen hat die Polizei Wedemark registriert.

Nach Auskunft eines Sprechers des Kommissariats wurde eine 32 Jahre alte Frau bei dem Versuch, einen Streit wegen eines umgefallenen Biertisches zu schlichten, von einem 40 Jahre alten Mann mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Gegen den Schläger läuft nun ein Verfahren wegen Körperverletzung. Auch gegen einen 31 Jahre alter Mann wurde Anzeige erstattet. Er hatte versucht, sich durch die Menschenmenge zu drängeln. Als er wohl nicht schnell genug vorankam, schlug er einem im Weg stehenden 22-Jährigen ebenfalls mit der flachen Hand ins Gesicht. Ansonsten blieb es auf dem Resser Oktoberfest friedlich – auch angesichts der Polizeipräsenz, lautet das Fazit des Wedemärker Kommissariatssprechers. 

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Von Stephan Hartung und Sven Warnecke

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