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Symbolische Sperrung aus Frust über Untätigkeit

Wedemark Symbolische Sperrung aus Frust über Untätigkeit

Schon viele Jahre ist der Wertstoffsammelplatz in Wennebostel ein Ärgernis: Ständig ist er vermüllt, sollte deshalb nach dem Willen des Ortsrates zum 1. April verlegt werden oder verschwinden. Doch nichts passierte. Nun sperrte Ortsbürgermeister Achim von Einem ihn selbst – zumindest symbolisch.

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Achim von Einem hat die Nase voll: Weil er die Untätigkeit der Verwaltung leid ist, sperrt der Wennebosteler Ortsbürgermeister selbst zumindest symbolisch den Wertstoffplatz am Ortsausgang Richtung Gailhof.

Quelle: Roman Rose

Wennebostel. Ursache für die häufige Vermüllung des Wertstoffplatzes in Wennebostel ist der abgelegene Standort am Ortsausgang – Müllfrevler haben nicht viel zu befürchten. Das war auch der Grund, warum der Ortsrat darum gebeten hatte, alternative Standorte zu prüfen und den bisherigen Schandfleck zu schließen.

„Schon 2013 wurde im Zuge der Erweiterung der Gewerbefläche am Edeka-Markt mit einem Drogeriemarkt auch eine Fläche für den Wertstoffplatz ausgewiesen, verlegt worden ist der Platz aber bis heute nicht“, stellt Ortsbürgermeister Achim von Einem verärgert fest.

Auch in den neuen Wohngebieten Am Krähenberg oder Mühlengrund könnte ein neuer Platz realisiert werden. Nicht zuletzt habe Bürgermeister Helge Zychlinski beim Bürgermeisterfrühstück im Juli 2015 einem Umzug zugestimmt, berichtet von Einem. Zur Untermauerung hatte der Ortsrat im November die Verlegung bis zum 31. März oder die Schließung ab 1. April gefordert. Die ersatzlose Schließung wäre sogar vom neuen Wertstoffplatz-Konzept gedeckt, denn danach ist Wennebostel mit dem Sammelplatz am Bissendorfer Sportplatz versorgt – weil dieser im Umkreis von 1000 Meter liegt.

Passiert ist bisher – nichts. Aus dem Rathaus habe er jüngst erfahren, ein Termin zu Schließung könne nicht benannt werden, das müsse mit aha abgestimmt werden, und auch ein Umzug zu Edeka sei noch nicht abgestimmt. So hingehalten und ausgebremst zu werden bringt von Einem in Rage. „Wie lange dauert das denn noch? Das Thema ist doch weiß Gott nicht neu“, schimpft er. Wenn Ortsräte so wenig ernst genommen würden in ihren Anliegen, müsse sich niemand über Politikverdrossenheit wundern.

Von Roman Rose

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