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Wenn keiner schießt gibts keine Scheibe

Wedemark Wenn keiner schießt gibts keine Scheibe

Bürgerkönig oder -königin gesucht: Mit einem Aufruf an die Bissendorfer versuchen jetzt Ortsrat und Schützengesellschaft Bissendorf händeringend, das Schützenwesen im Dorf neu zu verankern.

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Ein Bild aus guten Zeiten: Im Jahr 2011 hat Gabi Ochmann (links) die Bürgerscheibe von Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann entgegen genommen.

Quelle: Friedrich Bernstorf (Archiv)

Bissendorf. Was droht: Wenn sich nicht acht Teilnehmer für den Wettstreit um die Bürgerscheibe melden, dann gibt es den Bürgerkönig danach nicht mehr. Im Vorjahr war dieser Schießwettbewerb beim Schützenfestes schon ausgesetzt worden und davor ebenfalls nicht auf großen Zuspruch gestoßen.

Nun soll der Wettkampf nur stattfinden, wenn sich mindestens diese Teilnehmerzahl findet – was so viel ist wie eine kleine Jogginggruppe aus dem bevölkerungsreichsten Ortsteil der Wedemark.Am 21. und 22. Mai wird das Schützenfest mit Festumzug, Festessen und Vergnügungsprogramm am Schützenheim gefeiert.

Ob die Bissendorfer nur am Rande der Straßen stehen oder sich aktiv beteiligen – die Anzahl der Anwärter zum Bürgerschießen wird es zeigen. „Im Grunde leisten wir Schützenhilfe für den Schützenverein“, sagt Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann und ist sich mit dem Vereinsvorsitzenden Christian Petereit darin seit Jahren einig.

Denn erstmals 2010 gestalteten Ortsrat und Schützen gemeinsam einen Tag der offenen Tür, warben mit der neuen Bürgerkönigsscheibe und einem gläsernen Pokal. Der künftige Bürgerkönig darf damals wie nun wieder kostenfrei am Festessen teilnehmen, auch sonst entstehen ihm keinerlei Ausgaben. Weder der Ortsrat möchte schuld sein, wenn die Tradition des Bürgerkönigs zugrunde geht, noch der Schützenverein. „Aber wenn ich nicht im kleinen Lebensmittelmarkt im Dorf kaufe, dann macht der zu. Und wenn keiner schießt, gibt es keine Scheibe“, stellt Brakelmann klar. „Dann ist es zu Ende.“

Bewerber können sich bis zum 10. April bei Susanne Brakelmann, Telefon (0 51 30) 82 03, melden.

Von Ursula Kallenbach

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