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Per Mikroskop dem Moor auf der Spur

Resse Per Mikroskop dem Moor auf der Spur

Der Regionsentdeckertag führte zahlreiche Besucher ins Moorinformationszentrum in Resse. Zu lernen gab es dort einiges - und auch tiefe Einblicke in die Funktionsweisen der Natur.

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Linda (12) schaut sich Torfmoos unter einem Mikroskop an. Helga Schulz-Knoke erklärt ihr, was sie sieht.

Quelle: Roman Rose

Resse. Torfmoos ist der Baumeister der wertvollen Hochmoore und hat eine besondere Zellstruktur: Die einen wandeln Sonnenlicht mittels Chlorophyll in Energie zum Überleben um, die anderen können Unmengen Wasser aufnehmen - jede Pflanze das 30-fache ihres Eigengewichts. Die zwölfjährige Linda hat sich dies am Wochenende im Moorinformationszentrum (Mooriz) in Resse unter einem Mikroskop ganz genau angesehen. Sie war eine der vielen Entdecker, denen Helga Schulz-Knoke mit Leidenschaft von der Entstehung und der Funktion der Hochmoore erzählte.

Zahlreiche Besucher nutzten den Regionsentdeckertag, um sich im Mooriz über die Hannoversche Moorgeest zu informieren, deren typische Landschaft von der EU als schutzwürdig anerkannt ist. Per Fahrrad und mit Planwagen unternahmen sie von Experten geführte Touren ins Bissendorfer Moor, Otternhagener Moor und ins Schwarze Moor, die ansonsten für Besucher tabu sind. „Unsere Moore hier gelten als die besterhaltenen Moore in Europa“, erläuterte Nabu-Experte Ludwig Uphues.

Welche Bedeutung der Wasserstand für das Torfmoos hat und welche weiteren Pflanzen und Tiere im Moor leben, konnte jeder aus Texten, Schautafeln und bei interaktiven Angeboten erfahren und ausprobieren. Das wurde gern angenommen. „Wir sind hier, um die Heimat kennenzulernen und finden es toll, was die hier hochgezogen haben“, lobte Besucherin Michaela Marquardt. Sie schaute sich das Mooriz zusammen mit Sohn Luk und Karsten Molesch an. Heike Prendel von der Mooriz-Geschäftsstelle wies darauf hin, dass Pilzsammler im Moor unerwünscht sind. Gesammelt werden dürfen Exemplare nur direkt an den angelegten Wegen.

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