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Persönliche Geschichten im Museum

Bissendorf Persönliche Geschichten im Museum

Geschichten aus der Wedemark sollen bald im Heimatmuseum auf Knopfdruck zu hören sein. Gespräche mit Zeitzeugen führen Schüler einer Geschichts-AG der Integrierten Gesamtschule Wedemark in Zusammenarbeit mit dem Museumsteam.

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Kultur- und Medienpädagogin Sandra Koch aus dem Museumsteam (von links) führt gemeinsam mit Nadine Becker und Martha von Maltzahn das Interview mit Cord Knibbe.

Quelle: Ursula Kallenbach

Wedemark. Man musste Cord Knibbe nicht lange bitten, aus seinen Erinnerungen zu erzählen. Nun saßen Nadine Becker und Martha von Maltzahn aus einer freiwilligen Geschichts-Arbeitsgemeinschaft der Integrierten Gesamtschule (IGS) Wedemark ihm gegenüber, dem Urgestein, das am liebsten Plattdeutsch spricht und mehrere Bücher veröffentlicht hat. Und schon war er beim Kriegsende in Bissendorf.

Die Schüler der Geschichts-AG führen mit Bewohnern in allen Ortsteilen Interviews zur Geschichte und zu Geschichten der Wedemark. Vorbereitet darauf haben sie sich in der Arbeitsgruppe des Museumsteams unter der Leitung von Sandra Koch. In Vorgesprächen lernen die Interviewpartner sich zunächst kennen. Dabei gilt es in den Gesprächen zwischen Jung und Alt auch, das Verständnis für einander zu stärken. Diesen Aspekt fördert die Region Hannover finanziell.

Die Produktion der Videostreifen ist Teil eines umfassenderen Projektes. „Das Museumsteam hat damit begonnen, eine Präsentation der Gemeinde Wedemark im Richard-Brandt-Museum zu realisieren“, berichtete Museumsleiter Karl-Hans Konert. Die Erzählungen seien als Fünf-Minuten-Spots geplant. „Die Sprecher erzählen interessante kurze Geschichten, die unsere Besucher im Heimatmuseum später anschauen können. Dabei gehe es einerseits um historische Erinnerungen an die Zeit des Krieges und der Nachkriegszeit in der Wedemark, aber auch um Geschichten aus der jüngeren Vergangenheit, die typisch seien für das Leben in den Ortschaften.

Das Museumsteam hat etwa 30 Interviewpartner angesprochen, die bereit sind, vor laufender Videokamera zu erzählen. Einige Geschichten, wie die von Cord Knibbe, werden auch in plattdeutscher Sprache erzählt und aufgenommen, damit Museumsbesucher diese langsam aussterbende Sprache künftig noch im Museum hören können. „Cord Knibbe hat unlängst ein plattdeutsches Wörterbuch herausgebracht. Er ist ein Beispiel dafür, wie seine Generation gesprochen hat“, betonte Konert.

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