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Weniger Unfälle, mehr Tote

Verkehrsunfallstatistik Wedemark Weniger Unfälle, mehr Tote

2015 hat es auf den Straßen in der Wedemark seltener gekracht als im Jahr davor: 617 Verkehrsunfälle ereigneten sich 2015, gegenüber 2014 ein Minus von 2,5 Prozent. Damit verlief die Entwicklung gegen den Trend im Umland. Allerdings gab es drei Tote zu beklagen, zwei mehr als 2014.

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Es gibt keine Unfallschwerpunkte in der Wedemark: Peter Wengler (links) und Klaus Waschkewitz erläutern die Zahlen des vergangenen Jahres.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Besondere Unfallschwerpunkte seien in der Gemeinde nicht auszumachen, berichteten der Mellendorfer Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz und Peter Wengler, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, als sie die Unfallstatistik am Dienstag bei einem Pressegespräch erläuterten. 362 Unfälle (59 Prozent) ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften. Außerhalb der Ortslagen hatten die Crashs allerdings schlimmere Folgen gehabt, weil die Fahrer in aller Regel mit höherem Tempo unterwegs waren.

Bei zwei der drei tödlichen Unfälle waren Autofahrer von der Straße abgekommen und gegen Bäume geprallt. In einem Fall wurde eine junge Frau beim Überqueren der Gleise in Wennebostel von einem Zug überfahren. Bei 15 Verkehrsunfällen wurden 16 Menschen schwer verletzt, bei 64 Unfällen 85 Menschen leicht.

Bei 40 Unfällen waren Radfahrer beteiligt, E-Bikes werden bisher nicht gesondert erfasst. 14-mal waren Fußgänger verwickelt. In 127 Fällen flüchteten Fahrer nach Unfällen, davon wurden 49 Taten aufgeklärt - eine Quote von knapp 39 Prozent.
Bei 171 Unfällen war Wild im Spiel, die selbe Zahl wie im Vorjahr. Der Anteil der Wildunfälle am Gesamtunfallgeschehen liegt bei 27,7 Prozent – seit 2013 eine stabile Quote. Wichtig sei, Wildwechsel-Schilder ernst zu nehmen, betonte Wengler. Es sei ratsam, vor allem bei Dunkelheit das Tempo zu drosseln und sich der Gefahr bewusst zu sein.

Selbst wenn Unfälle mit Wild nicht immer zu vermeiden seien, solle jeder Fahrer bei Wildwechseln zwei goldene Regeln beherzigen: Voll in die Bremse steigen und das Lenkrad festhalten, auf keinen Fall herumreißen. Ausweichversuche endeten nur zu häufig an Bäumen oder im Gegenverkehr. Meistens seien es Rehe, die die Straßen kreuzten, selten Wildschweine. Auf jeden Fall müsse bei Wildunfällen die Polizei gerufen werden.

Wegfahren ist eine Straftat

Auch wenn es nur ein Parkrempler ist – einfach weiterfahren, ohne sich weiter zu kümmern, ist kein Kavakliersdelikt, sondern eine Straftat. Das betont Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz. Auch wenn nach dem ersten Augenschein so gut wie nichts passiert sei, könne der Schaden leicht mehrere Hundert oder gar mehrere Tausend Euro betragen. Häufig lasse sich der Unfallflüchtige ermitteln, Zeugenaufrufe in der Zeitung hätten schon oft Erfolge gebracht.

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