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Polizei und Gemeinde arbeiten präventiv

Mellendorf Polizei und Gemeinde arbeiten präventiv

Gemeinsam wollen Gemeinde und Polizei demnächst in neuen Baugebieten Hauseigentümer für den Schutz vor Einbrüchen gewinnen.

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Auf frischer Tat: Mit Spezialwerkzeug hebeln Einbrecher Fenster- und Terrassentüren auf.

Quelle: Symbolbild

Wedemark. „Wir stellen uns dem Thema Einbruchsicherheit ab diesem Jahr noch stärker“, kündigte Bürgermeister Helge Zychlinksi bei einem Austausch in der Polizeidienststelle in Mellendorf an. „In den neuen Baugebieten werden wir mit Flyern und Infoveranstaltungen darauf aufmerksam machen. Alles, was man in diesem Bereich vorher investiert, ist deutlich günstiger als später.“ Die Gemeinde werde sich dem Netzwerk „Zuhause sicher“ anschließen, in dem etwa Kommunen und örtliche Polizeidienststellen zusammenarbeiten.

Installierte Sicherheitstechnik an Häusern würde dann von der Polizei abgenommen und zertifiziert, erläuterte der Leiter des Kommissariats, Klaus Waschkewitz. Das Thema Einbruch beschäftigt auch die politischen Ebenen. So habe das Bundesbauministerium für drei Jahre ein Programm aufgelegt, das sich an Hausbesitzer und Mieter wende, berichtete die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks.An dem Informationsaustausch nahmen neben ihr auch der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte, der Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Lars Wegener sowie die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Rebecca Schamber teil. Außerdem der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes (KED), Kai-Uwe Bebensee, und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes (ESD), Peter Wengler.

Sicherheit zu gewährleisten, sehen Gemeinde und Polizei auch als gemeinsame Aufgabe für die bevorstehende Belegung der umgebauten Jugendhalle in Mellendorf mit etwa 70 Flüchtlingen. „Wer viele Menschen unterbringt, muss präventiv arbeiten“, betonte der Bürgermeister. Für die gesamte Einrichtung wird die Gemeinde einen Betreiber beauftragen. „Er soll alle Dienstleistungen abdecken. Das ist Standard und ist sehr vernünftig“, meint Zychlinski. Sobald der Verwaltungsausschuss den Betreiber ausgewählt hat - nicht zuletzt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten -, wird es erneut eine gemeinsame Begehung und Abstimmung mit Polizei und Feuerwehr geben

„Wir haben in der Wedemark keine Kriminalitätsschwerpunkte“, hielt der Kommissariatsleiter fest. „Wir haben auch überhaupt keine Auffälligkeiten von Flüchtlingen. Das Thema ist bis dato völlig unauffällig“, betonte Waschkewitz. Insoweit brauche man nicht mehr Polizei. Zumal: Man könne nicht auf Vorrat mehr Personal vorhalten. Bei Bedarf kooperieren die Dienststellen.

Bei der Polizei herrscht ein gutes Arbeitsklima

Gutes Arbeitsklima – keine starren Dienste: „Überschaubar“ nennt Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz die Wedemärker Polizeidienststelle mit 40 Mitarbeitern in Vollzeit und Teilzeit, davon zwölf Frauen. Bei Neueinstellungen betrage der Anteil junger weiblicher Kolleginnen etwa 50 Prozent. Ein gutes Arbeitsklima und gegenseitige Unterstützung werden in dem Haus an der Wedemarkstraße sehr ernst genommen. Starre Schichtdienstregelungen sind aufgelöst, die Dienste werden mit monatlichem Vorlauf bedarfsorientiert in einem Personalpool koordiniert, ein freiwilliges Modell in der gesamten Polizeidirektion Hannover. Die Kollegen können sich eintragen. „Wir versuchen, dass die Dienste auch mit dem Familienleben vereinbar sind“, sagt Waschkewitz, der das Kommissariat seit 1. November 2014 leitet. Als Beitrag zur Nachwuchswerbung bietet die Mellendorfer Polizei mehrfach im Jahr Schülerpraktika an. Sie sind stets sehr frühzeitig ausgebucht, zusätzlich vergibt die Polizei deshalb Termine für Schülerpraktikanten auch in Ferienzeiten. Mit den Schulen besteht eine ständige Kooperation.

Ursula Kallenbach

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