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Nichts als Ärger um einen Einschreibbrief

Wedemark Nichts als Ärger um einen Einschreibbrief

Ein dicker Einschreibbrief ist auf dem Postweg zwischen Mellendorf und Aurich verloren gegangen – Sendung Nummer RB 5883 1613 9DE vom 28. Dezember 2015 bleibt unauffindbar. Der Kundenservice der Post hat seine wochenlangen Nachforschungen eingestellt, bestätigt er der Wedemärker Kundin.

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Absage der Post und Einlieferungsschein - Jutta Brandes hilft beides nicht mehr.

Quelle: Kallenbach

Mellendorf. „Haben Sie noch Fragen, dann melden Sie sich einfach. Wir sind gerne für Sie da“. Ganz sicher wollte Jutta Brandes 15 wichtige Dokumente im Großumschlag von Mellendorf nach Aurich befördert wissen und wählte in der Poststelle in Mellendorf deshalb ein Einschreiben mit Rückschein. Sensible persönliche Daten brachte die Pensionärin auf den Weg: Abrechnungsunterlagen zur Erstattung bei der Berechnungsstelle Beihilfen der Oberfinanzdirektion. Sicherer als die Post verfuhr sie selbst, indem sie Kopien bei sich behielt und später bei der Beihilfestelle nachreichte. „Am 18. Januar habe ich einen einfachen Großbrief hingeschickt, ganz normal. Der war am nächsten Tag dort.“ Die Erstattungen sind inzwischen ausgezahlt, insofern sei die Geschichte gut ausgegangen. Das unwohle Gefühl über den Verbleib des Briefinhalts bleibt.

Als enttäuschend dürftig empfindet die Wedemärkerin bis heute die Auskünfte der Post vor Ort wie die Antworten aus dem Kundenservice in Bonn. „Auch die Gespräche mit Callcentern waren aus Absurdistan“, sagt Jutta Brandes. Im Internet habe sie sich selbst die Nachforschungsaufträge heraussuchen müssen. „Die Mellendorfer Poststelle hat mir gesagt, Beschwerden dürften sie nicht entgegennehmen. Und Formulare zum Aushändigen hatten sie auch nicht.“ Die Mitarbeiterin habe ihr aber jetzt am Mittwoch mitgeteilt, dass sie einen Anspruch auf 25 Euro für den Schaden habe. „Das Geld werde ich an die HAZ Weihnachtshilfe weiterleiten“, kündigt Brandes an. Sie will keine Einschreiben der Post mehr benutzen.

Konkrete Zahlen, wie viele Sendungen prozentual verloren gehen, gibt Pressesprecher Martin Grundler in Hamburg auf Nachfrage dieser Zeitung nicht heraus. Die Haftung bei Einschreiben betrage 25 Euro, bestätigt er. Bei wertvolleren Inhalten rät er zu anderen Produkten wie Express-Sendungen, die höher versichert sind. Reklamationen und Nachforschungsaufträge können Kunden Grundler zufolge im Internet über www.deutschepost.de/de/service1.html erledigen, per E-Mail unter Impressum.Brief@deutschepost.de oder telefonisch unter (0228) 4333112. Für den Kundenservice seien schriftliche Anfragen über Kontaktformulare wichtig. Auf ihren Social-Media-Kanälen biete die Post zusätzlich die Möglichkeit für Kommentare und Hinweise und reagiere auch direkt auf Fragen.  

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