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Praktikum im geteilten Doppelpack

Wedemark Praktikum im geteilten Doppelpack

Aus Zeitnot haben sich zwei Firmen einen Schülerpraktikanten geteilt. Jetzt loben alle das Ergebnis. Ein Beispiel, das Schule machen könnte.

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Lion Grünig (Mitte) präsentiert seinen Lehrerinnen Ulrike Grützner (von links) und Monika Roth sowie den Unternehmern Hans-Joachim Kreuschner und Sascha Franke die Ergebnisse seines Praktikums.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Eigentlich hatte er nicht genug Zeit für einen Praktikanten, der in der Regel für zwei Wochen in einen Betrieb hineinschnuppert. Aber in Zusammenarbeit mit einem weiteren Wedemärker Betrieb verhalf Unternehmer Hans-Joachim Kreuschner Realschüler Lion Grünig dann doch noch zu Einblicken, von denen nun alle Beteiligten schwärmen.

Für zwei Wochen hatte sich der 15-Jährige aus Resse bei Kreuschner beworben, der von Hellendorf aus Sport- und Werbeartikel vertreibt. Doch so viel Zeit konnte ihm Kreuschner aus organisatorischen Gründen nicht bieten, wollte ihm andererseits aber gern eine konkrete Aufgabe übertragen - „und nicht Kaffeekochen oder Ablage P“, wie er betont. So fragte er bei seinem Geschäftspartner, der Werbeagentur Franke und Reddig in Bissendorf, an, ob man dort die zweite Woche übernehmen konnte. Der Deal klappte.

Am Ende waren Grünig, Kreuschner, Sascha Franke sowie die Pädagoginnen Ulrike Grützner und Monika Roth von der Realschule Wedemark gleichermaßen hochzufrieden. „Das war wirklich neu, dass ein Praktikant bei zwei kooperierenden Betrieben Einblicke bekommen hat, die sich ideal ergänzen“, sagte Roth. Der 15-Jährige hatte bei Kreuschner die kaufmännische Seite kennengelernt, eine Kundenkampagne für Weihnachten vorbereitet, Infotexte entworfen und das Prozedere mit Aufträgen, Lieferscheinen und Rechnungen verfolgt.

Bei Franke und Reddig konnte er die Kampagne dann medial umsetzen, indem er bei der Gestaltung mithalf und Entwürfe anfertigte. Nach diesem Doppel-Durchgang hat er auch seinen Schwerpunkt entdeckt. „Ich werde wohl künftig eher in Richtung Design gehen“, resümiert er.

Roth und Grützner sind voll des Lobes dafür, dass aus einer Notlage diese Zusammenarbeit für ihren Schüler erwuchs. Sie räumen ein, dass es wohl nicht zwei x-beliebige Firmen sein können, die sich zusammentun. Diese sollten sich inhaltlich gut ergänzen, meinen sie. Franke hofft: „Vielleicht macht das Beispiel Schule. So können Betriebe, die sich allein dazu vielleicht nicht in der Lage sehen, Praktikanten eine Chance bieten.“

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