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Private Radtour wird Aktion für Flüchtlinge

Wedemark Private Radtour wird Aktion für Flüchtlinge

Rolf Grünewald, amtierender Präsident des Lions-Clubs Wedemark, will die in der Gemeinde lebenden Flüchtlinge mit einer Benefiz-Radtour unterstützen. Seine Idee: Während seines USA-Urlaubs radelt er in zehn Tagen rund 700 Kilometer auf der Küstenstraße von San Francisco nach Los Angeles, und für jeden Kilometer spenden Freiwillige 5 oder mehr Cent. 

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Lions-Präsident Rolf Grünewald (links) will mit seiner Radtour Spenden für Flüchtlinge in der Wedemark sammeln. Zusammen mit Lions-Pressesprecher Olaf Mußmann stellt er jetzt seine Pläne vor.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Er selbst zahlt das auch, seine beiden Mitfahrer ebenfalls. „Das ist als Impuls gedacht“, erläuterte er am Montag seinen Plan. Der hat schon Kreise gezogen, denn jeder der 20 Wedemärker Lions hat nach Grünewalds Worten ebenfalls 5 Cent pro Kilometer zugesagt. Nicht zuletzt hat er die Lions-Clubs an seiner Radroute informiert, hofft auf Bares auch aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Alle Spenden kommen in voller Höhe den hiesigen Flüchtlingen zugute. Jeder Spender erhält auf Wunsch von den Lions eine Spendenquittung.

Beim Runden Tisch für Flüchtlinge habe er den Impuls bekommen, die Tour als Hilfsprojekt zu nutzen, berichtete Grünewald. Dort habe er nebenbei erfahren, dass Fahrräder für Flüchtlinge auch immer wieder repariert werden müssen, und das Geld dafür schwer aufzutreiben sei. „Auch der Urlaubsort passt zum Thema, denn die USA nehmen seit Langem Flüchtlinge auf. Nicht zuletzt habe ich auf der Insel Kos das Flüchtlingselend selbst gesehen. Da dachte ich: Wir setzen ein Zeichen.“

Schon während der Tour kann jeder dabei sein: Grünewald will auf der Homepage lions-wedemark.de aktuelle Bilder einstellen und Beiträge bloggen. Zugleich gibt ein virtuelles Spendenbarometer Auskunft über den finanziellen Stand des Sponsorings. Wer mitmachen will, findet auf der Seite ein Formular, in das er sich eintragen kann. Und vielleicht gebe es nach der Tour einen Diavortrag über die Reise, kündigte Grünewald an.

Morgen steigt er in den Flieger, sein Trekkingrad und ein Zelt im Gepäck, denn übernachtet wird auf Campingplätzen. Die Etappen von rund 70 Kilometer täglich sind für den durchtrainierten Sportler weniger das Problem. Eher seien es die Temperaturen, räumt er ein: „Zurzeit sind es in Los Angeles 36 Grad Celsius.“

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