Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Radweg: Ortsbürgermeister kritisiert Region und Gemeinde

Resse Radweg: Ortsbürgermeister kritisiert Region und Gemeinde

Die Tatsache, dass ein Radweg zwischen Wiechendorf und Resse noch in weiter Ferne liegt, und die Art, wie die Gemeinde diese Information verbreitet - beides ärgert den Resser Ortsbürgermeister Jörg Woldenga (WWR).

Voriger Artikel
Streit um Verein Bürger für Resse
Nächster Artikel
Angriff mit Stöckelschuhen: Verfahren eingestellt

Der Ortsrat versucht seit vielen Jahren, Radwege nach Scherenbostel und Richtung Negenborn zu bekommen.

Quelle: Symbolbild

Resse. Die Gemeinde hatte eine Presseinformation herausgegeben, dass die Region den Radwegbau erst für 2020 auf dem Plan hat. Bürgermeister Helge Zychlinski hatte das zwar nicht als Wunschtermin gelobt, aber es immerhin eine klare Perspektive genannt.

„Der Planungszeitraum ist sicherlich wie üblich für fünf Jahre erfolgt, das heißt, dass das Projekt komplett unter ,ferner liefen’ an das Ende gesetzt wurde“, hält Woldenga dagegen. Es handele sich nur um Effekthascherei und Augenwischerei. Wenn die Region den Anteil des Fahrradverkehrs erhöhen wolle, müsse auch mehr Geld fließen und für die Erschließung von abgehängten Ortschaften verwendet werden. Ein Anschluss des Moorinformationszentrums an die S-Bahn sei offenbar für die Region kein Thema mehr.

„Ich habe schon mehrfach lebensgefährliche Situationen erlebt. Die Straße ist nicht breit genug, da Radfahrer trotz Gegenverkehr mit hoher Geschwindigkeit überholt werden und es fast zu Berührungen kommt“, sagt der Ortsbürgermeister.

Der Ortsrat versuche überdies seit mehr als 20 Jahren, Radwege nach Scherenbostel und Richtung Negenborn zu bekommen, um eine gefahrlose Fahrt auf diesen Straßen zu ermöglichen. Es sei deshalb verwunderlich, dass die Politiker über diese Ankündigung aus der Presse und nicht direkt durch die Verwaltung erführen. „Die Verwaltung hält offensichtlich an ihrer Strategie fest, die Ortsräte über kurz oder lang abzuschaffen, indem sie die Zusammenarbeit minimiert und den Ortsräten keine Bedeutung mehr beimisst“, interpretiert Woldenga das Verhalten.

Der Ortsrat werde sich weiterhin für die baldige Realisierung der Anbindung von Resse an das regionale Radwegenetz einsetzen. „Im nächsten Jahr sind Kommunalwahlen, und ich bin gespannt, ob die im Gemeinderat und der Regionsversammlung vertretenen und zur Wahl stehenden Parteien Resse bei diesem Anliegen unterstützen werden“, sagt Woldenga.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sp8vc1payv16zek4p
Juliano Rossi rockt das Bürgerhaus

Fotostrecke Wedemark: Juliano Rossi rockt das Bürgerhaus