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Rat verschiebt den Verzicht auf Papier

Wedemark Rat verschiebt den Verzicht auf Papier

Die Senioren bringen’s: Was die Wedemärker Gemeindeverwaltung von allen Gremien eigentlich ab 1. August erwartet, die papierlose Kommunalpolitik, praktiziert bisher allein der komplette Seniorenbeirat.

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Die Gemeinde Wedemark will erst nach den Kommunalwahlen 2016 vollständig elektronisch arbeiten.

Quelle: Symbolbild

Wedemark. Mithilfe des elektronischen Ratsinformationssystems möchte die Verwaltung schneller und effektiver informieren, argumentiert Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski. Der papierlose Sitzungsdienst, ob Einladungen oder Sitzungsdokumente, sei außerdem wirtschaftlicher. „Wir haben WLAN in allen Sitzungsräumen und haben die Ratsmitglieder mit entsprechender Hardware ausgestattet. Es ist extrem unwirtschaftlich, wenn wir uns parallel noch den Papierversand der Drucksachen erlauben.“ Wo WLAN noch nicht möglich ist, will die Gemeindeverwaltung mobile Hotspots einsetzen; die Anschaffung wird in Aussicht gestellt.

Seit Februar befasst sich die Verwaltung intern mit dieser Umstellung. Kostenträchtiges Drucken und Versenden von Informationsvorlagen würden damit eingestellt. 64 von 119 Gremienmitgliedern erhalten noch Papier. Gemeinderat, Ortsräte, Ausschüsse, Behindertenbeirat und Seniorenbeirat würden künftig einzelne Dokumente nur noch nach Entscheidung des Bürgermeisters ausgedruckt zur Verfügung gestellt bekommen. Diese Ausnahme, so sah es die Verwaltung vor, könnte beispielsweise für den umfangreichen Gemeindehaushalt gelten. Für Mitglieder in den politischen Gremien waren bereits Schulungstermine im September und Oktober eingeplant.

Doch die Fraktionen im Rat waren sich in der jüngsten Sitzung einig und blockten ab mit Hinweis auf die Kommunalwahlen 2016. „Wir möchten es zeitlich verschieben“, führte für die CDU Susanne Brakelmann an. „Es werden mit den Kommunalwahlen Leute kommen und gehen. Es macht doch Sinn, die neuen Ratsmitglieder dann zu erreichen und zu schulen.“ Von ihr kam auch der anerkennende Hinweis „Der Seniorenbeirat ist schon voll auf digital“. Die SPD im Rat will den Zeitpunkt ebenfalls so verschieben. Einig waren sich die großen Fraktionen, dass der Stress den jetzigen Ratsmitgliedern nicht noch aufgedrückt werden sollte. Mit Beginn der neuen Legislaturperiode ab 1. November 2016, so empfiehlt es der Gemeinderat nun dem künftigen, geht es dann los.

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