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Rektor Jens Szabo hat ehrgeizige Pläne

Mellendorf Rektor Jens Szabo hat ehrgeizige Pläne

Die Realschule Wedemark soll dreizügig werden, die Klassenbücher nur noch elektronisch geführt und eine Tablet-Klasse ins Leben gerufen werden: Das sind die ehrgeizigen Ziele, die der neue Schulleiter Jens Szabo sich gesetzt hat.

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Rektor Jens Szabo will die Qualitäten der Realschule stärker in den Fokus rücken.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Die ersten 100 Tage an seinem neuen Arbeitsplatz hat er gerade hinter sich – und offensichtlich nicht nur zum Einleben, sondern schon zum Pläneschmieden und Organisieren genutzt.

Die Gemeinde plant den Fortgang der Realschule vorerst nur zweizügig, doch Szabo will die Dreizügigkeit. „Wir hatten beim letzten Mal 50 ausdrückliche Anmeldungen zur Realschule, eigentlich fehlen nur zwölf weitere Schüler, um das zu erreichen“, rechnet er vor. Er hofft, dass ein wenig Werbung und Eigendarstellung weitere Eltern von den Qualitäten der Realschule überzeugt. Auch ein Imagefilm gehört dazu, den er von der Berufsschule Media in Hannover drehen lässt. Er soll am Tag der offenen Tür am 24. Februar 2017 zu sehen sein.

Planen, Organisieren und nicht zuletzt Informationstechnik (IT) sind seine großen Leidenschaften, die er für seine rund 350 Wedemärker Realschüler, 23 Kollegen und auch die Eltern fruchtbar machen will. Sein großes Interesse an Computertechnik und Software war es auch, das ihn letztlich in die Wedemark führte. So puzzelte er schon in seiner vorigen Funktion als Konrektor der Robert-Koch-Realschule in Langenhagen gern den Stundenplan zusammen.

„Es gibt nicht viele, die sich für PC-Arbeit in der Schule interessieren, aber ich puzzele gern, kann zum Beispiel auch Drucker installieren und Zeugnisprogramme pflegen“, sagt er. Nach sieben Jahren in Langenhagen fühlte er sich fit, selbst eine Schule zu leiten. Erste Spuren sind schon sichtbar: Den PC-Raum, den die Wedemärker Realschule zwischenzeitlich verloren hatte, hat er in seinen ersten 100 Tagen schon zurückerkämpft, ganz nebenbei auch die E-Mai-Adressen der Lehrer einheitlich auf das Schema Nachname@rs-wedemark.de umgestellt.

Die Einführung eines elektronischen Klassenbuchs plant er als weiteren Fortschritt. Dort werden sich auch Eltern einloggen können, sodass sie zum Beispiel genau sehen können, wann Klassenarbeiten anstehen. Schon ab Februar soll das funktionieren – sich als Schüler einfach auszuschweigen gegenüber den Eltern wird dann einmal weniger möglich sein.

Die Tablet-Klasse wird auf Bücher in Papierform verzichten, statt dessen wird alles elektronisch an einem persönlichen Gerät zur Verfügung stehen, plant er. Ob diese geleast, gekauft oder geliehen werden, steht noch nicht fest. Nur so viel: „Rund 700 Euro Anschaffungskosten pro Stück dürfen kein Ausschlusskriterium sein“, findet er. Schließlich erwarte viele Schüler später im Berufsleben eine IT-lastige Arbeitsumgebung. „Dafür gibt es große Unterstützung vom Förderverein, der sich überhaupt grandios engagiert“, lobt der 42-jährige, der seine Wurzeln im ostfriesischen Aurich hat und jetzt mit Frau und zwei Kindern in Großburgwedel lebt.

Nicht nur für das überall verfügbare WLAN und das gute Netz hat er lobende Worte, sondern auch dafür, dass die Gemeinde die Schule gut ausgestattet und das Gebäude sehr ansehnlich saniert habe. Ganz neu ist die Umgebung übrigens nicht für ihn. „Schon von 2000 bis 2002 war ich als Referendar hier, aber von den früheren Kollegen ist keiner mehr da – bis auf die Sekretärin“, berichtet er.

Und obwohl er viel Neues vorhat, zum Beispiel auch gern mehr männliche Kollegen an die Schule holen würde, legt er Wert auf die Feststellung, dass er als „der Neue“ nicht alles umkrempeln will. Er habe die Schule sehr ordentlich geführt übernommen. Auch sei die Zusammenarbeit aller Schulen auf dem Campus W sehr gut, er sei nett aufgenommen worden. Gleichwohl sucht er nach Möglichkeiten, sich mit „seiner“ Realschule gegenüber Gymnasium und IGS gut zu positionieren. Seine Einladung an alle: „Meine Tür ist immer offen.“

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