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Baustofflager vor der Haustür nervt Anlieger

Resse Baustofflager vor der Haustür nervt Anlieger

Dass der Wasserverband Garbsen-Neustadt in großen Teilen von Resse neue Wasserrohre verlegt und deshalb überall kräftig buddelt, ist für die Resser kein Problem. Dass er aber mitten in einem Wohngebiet sein zentrales Baustofflager eingerichtet hat, ärgert die Anlieger.

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Anliegerin Sabine Lippmann will erreichen, dass das Baustofflager aus dem Wohngebiet verlegt wird.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Im hinteren Teil der Straße Im Felde liegen Sand und Erde, steht ein Bürocontainer der Bauleitung, lagert vielerlei Material. Täglich verkehren dort Lieferwagen und schwere Lastwagen der ausführenden Firmen, die die Trinkwasserleitungen im Ort erneuern. Morgens ab 6.30 Uhr ist dort Betrieb – und wird es voraussichtlich noch das ganze Jahr bis zum Abschluss der Arbeiten sein.

Die Anlieger haben schon 25 Unterschriften gesammelt und über den Ortsbürgermeister an die Gemeinde weitergeleitet. Außerdem hatten einige bei einer Ortsratssitzung ihrem Ärger Luft gemacht. Sie kritisieren, dass ihnen das Baustofflager nicht nur ohne Ankündigung vor die Nase gesetzt wurde, sondern auch, dass es weit bessere Standorte im Dorf gegeben hätte als mitten in ihrem Wohngebiet.

„Es geht morgens schon so früh los mit dem Lärm, dabei wohnen hier einige Schichtarbeiter, die erheblich im Schlaf gestört werden“, sagt Sabine Lippmann. Sie und ihr Mann wohnen direkt am Beginn des Baustofflagers, bekommen täglich die morgendlichen Fahrzeugansammlungen mit, die häufig mit laufendem Motor einige Zeit dauern, wie sie schildert. „Nur drei bis fünf Meter entfernt ist das Lager vor den Häusern, das fühlt sich hier an wie auf der A 2, das ist nicht zu Ende gedacht“, sagt Lippmann. Außerdem sei die Straße erst 16 Jahre alt und bisher gut in Schuss, werde nun aber von schweren Fahrzeugen nicht nur verdreckt, sondern auch kaputtgefahren.

Antje Kaufmann, die stellvertretende Ortsbürgermeisterin, teilt die Kritik der Anlieger. Eine solche Belastung für eine derart lange Zeit, das gehe zu weit, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Mit der Standortwahl sei eine falsche Entscheidung getroffen worden.

Nach einer Ortsbegehung mit den Verantwortlichen gab es zwischenzeitlich Hoffnung, dass das Lager woanders hinzieht. Diese Aussicht machte am Mittwoch jedoch der Geschäftsführer des Wasserverbandes Garbsen-Neustadt, Reinhard Niemeyer, zunichte. Auf Anfrage dieser Zeitung sagte er, dass eine Verlegung mangels Alternativen nicht möglich sei. Der Platz sei von der Gemeinde zugewiesen worden, eine anderen habe man nicht. Man nehme aber die Proteste der Betroffenen ernst, werde Zeiten ändern, um Lärm zu sehr früher Stunde zu vermeiden. „Wir werden versuchen, das kundenfreundlich zu gestalten“, versprach Niemeyer. Sollte am Ende die Straße beschädigt sein, werde der Wasserverband sie wieder herstellen.

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