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Heimatmuseum will sich um Mühlen kümmern

Wedemark Heimatmuseum will sich um Mühlen kümmern

Als höchst ideenreich, umtriebig und arbeitsfreudig gilt das Richard-Brandt-Heimatmuseum Wedemark in Bissendorf schon bisher. Nun will sich das Betreuerteam auch noch der verfallenden Windmühle in Abbensen annehmen.

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Seit Jahren verfällt die historisch bedeutsame Windmühle in Abbensen und muss abgestützt und gesichert werden.

Quelle: Kallenbach

Bissendorf/Abbensen. „Ich war vor einem Jahr bei einer öffentlichen Veranstaltung in Abbensen. Dort hat der anerkannte Mühlenfachmann Rüdiger Hagen sehr für den Erhalt dieser historisch bedeutsamen Mühle geworben“, sagt Museumsleiter Karl-Hans Konert. Das Museum wolle deshalb das Thema Mühlen in der Wedemark noch einmal in den Fokus rücken – dafür ist die Frühjahrsausstellung 2017 vorgesehen. In diesem Zuge will sich das ehrenamtliche Betreuerteam auch um die schon aus der Landschaft verschwundenen Mühlen kümmern.

Zudem sind begleitende Veranstaltungen geplant. „Vielleicht gelingt es doch noch, diese letzte originale Windmühle in der Wedemark für die nächsten Generationen zu bewahren“, hofft Konert. Die Mühle steht auf einem Privatgrundstück; seit Jahren sind die Untere Denkmalpflege der Gemeinde und die Bauaufsicht vornehmlich mit Sicherungsmaßnahmen beschäftigt. Bemühungen, vor Ort einen Mühlenverein zu gründen, sind nicht vorangekommen.

Das Heimatmuseum ist für sich selbst weiter: Einhellig haben die Aktiven im Team dafür gestimmt, einen flankierenden Förderverein anzuschieben. „Er könnte sich um Spenden zur Gestaltung des Museums bemühen. Die Unterstützung könnte auch zum Erwerb besonders wichtiger Exponate dienen“, erläutert Konert.

Die Jahresbesprechung des Teams soll – wie diesmal in Brelingen – auch künftig in den Dörfern verortet werden, die nächste in Mellendorf. Jedesmal soll auch der Ortsrat angesprochen werden. „Wir können nicht das ganze Museum in die Ortschaften tragen. Wir möchten aber allen Wedemärkern deutlich machen, das unser Museum für sie alle da ist“, betont Konert.

Auch die laufende Dauerausstellung zeige dies. So werden die Brelinger Berge ebenso dargestellt wie Unternehmen in der Wedemark. Was die Menschen aus allen Ortschaften zu „Geschichte und Geschichten“ zu erzählen haben, aufgezeichnet in Interviews, erfahren Museumsbesucher ab Ende Mai in der fest installierten Videopräsentation im Heimatmuseum. Sie wird offiziell am 23. Mai mit Bürgermeister Helge Zychlinski und den Beteiligten in Betrieb genommen.

Auf Anfrage berichtet der stellvertretende Leiter des Wedemärker Fachbereichs Planen und Bauen, Holger Zorn, von diversen Bemühungen einer Initiative zur Übernahme der Mühle. Diese führte zudem auch Gespräche mit einem örtlichen Grundstückseigentümer über einen neuen Standort in Abbensen und erste Kontakte mit dem Regionalmanagement der Leader-Region über Fördermöglichkeiten. "Da die Mühle nach den Maßnahmen im vergangenen Jahr nicht unmittelbar einzustürzen droht, warten wir mit Anordnungen für einen ,geordneten Rückbau' der Mühle noch ab", teilt Zorn ferner mit und meint damit das Abstützen des sogenannten Mühlenkopfes.

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