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Kinder sollen stärker mitreden in der Wedemark

Wedemark Kinder sollen stärker mitreden in der Wedemark

Ein Kinderbüro im Rathaus, ein Kindertelefon, ein Kinderbeauftragter des Rates, ein oder mehrere Kümmerer: Anregungen wie diese gab Experte Richard Schröder am Montagabend dem Wedemärker Rat mit auf den Weg. Der hatte vor Monaten beschlossen, die Wedemark als "Kinderfreundliche Kommune" zertifizieren zu lassen.

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Richard Schröder erläutert dem Rat, was eine kinderfreundliche Kommune ausmacht.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Als einen der ersten Schritte hatte die Verwaltung jetzt den Experten zu einem Vortrag in einer öffentlichen Ratssitzung eingeladen. Schröder ist beim Kreis Recklinghausen Fachbereichsleiter für Gesundheit, Bildung und Erziehung und zudem Sachverständiger beim Kinderhilfswerk. Das Kinderhilfswerk und Unicef haben die Initiative Kinderfreundliche Kommune ins Leben gerufen.

Bürgermeister Helge Zychlinksi hatte das Ziel kurz skizziert. Die Gemeinde wolle sich stärker Kindern und Jugendlichen zuwenden, ihnen mehr Gehör und Einfluss verschaffen. In einem intensiven Diskussionsprozess werde ein Katalog von Maßnahmen erarbeitet, der schließlich vom Rat verabschiedet werden soll.

Schröder betonte, der Ansatz müsse ganzheitlich sein und brauche konkrete Organisationsformen. Er schlug vor, Kümmerer nicht bei einem freien Träger, sondern bei der Gemeindeverwaltung anzusiedeln. Das gewährleiste größeren Einfluss. Es solle eine Gruppe sein stattkein Einzelkämpfer und zum strategischen Steuerungsbereich gehören.

Es gehe nicht darum "Kinder an die Macht" zu bringen, betonte Schröder, sondern um einen demokratischen Erziehungsansatz. Kinder und Jugendliche müssten bei wesentlichen Themen wie Verkehr, Spiel und Freizeit, Kindergarten und Schule ernsthaft beteiligt und befragt, ihr Expertenwissen genutzt werden. Das sei im Übrigen keine neue Erfindung, sondern schon heute in verschiedenen Gesetzen festgeschrieben. Beteiligung sei auch keine Frage des Alters und sogar schon mit Kindergartenkindern möglich. "Sie werden überrascht sein, welche neuen Blickwinkel Sie bekommen", sagte er den Politikern voraus.

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