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Schönhoff tritt aus CDU aus

Wedemark/Hellendorf Schönhoff tritt aus CDU aus

Martin Schönhoff, Ratsherr und Regionsabgeordneter aus Hellendorf, ist aus der CDU ausgetreten und hat alle politischen Mandate in Region und Kommune niedergelegt. Zur Kommunalwahl im September will er aber erneut antreten.

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Der Wedemärker Martin Schönhoff legt alle politischen Ämter nieder. Bei den Kommunalwahlen im September will er jedoch erneut kandidieren.

Quelle: Archiv

Wedemark. Sein Austritt sei die Konsequenz nach vermehrt gemachten Erfahrungen zum Umgang der CDU mit akut relevanten Fragen und mit ihm als Person, erläuterte er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Das bedeute allerdings nicht, dass er sich aus der politischen Verantwortung in der Wedemark zurückziehen werde. Zwar lege er neben dem Mandat als Regionsabgeordneter auch das Ortsrats- und Ratsmandat aus Rücksicht auf die Befindlichkeiten der CDU nieder. Bei den Kommunalwahlen im September will er jedoch erneut kandidieren, „wenn auch unter neuen Vorzeichen“, wie er es formuliert. Mehr will er jetzt noch nicht sagen. Um falschen Vermutungen vorzubeugen, betont er, die AfD sei als Option ausgeschlossen.

Die starken Veränderungen, die die CDU seit seinem Eintritt in 2005 durchlaufen habe - Schönhoff nennt es Linksruck - seien mit seinem christlich konservativen Hintergrund kaum noch zu vereinbaren. „Das geschichtliche Wissen um die Wurzeln der Christlich Demokratischen Union im Ethos des jüdisch-christlichen Welt- und Menschenbildes, wie auch die feste Überzeugung, dass unsere erreichte Freiheit und unser ganzes Sozial- und Gesundheitswesen nur vor diesem Hintergrund entstehen konnte, finde ich unglücklicherweise immer weniger in der Partei als Ganzes und auf der regionalen Ebene wieder“, sagt der Landwirt.

Der parteiinterne Ton missfällt ihm sehr. Wer dem Mainstream nicht folge, gerate sofort in Gefahr, in die „rechte Ecke“ geschoben zu werden. Wer kritische Anmerkungen habe, zum Beispiel zu den Folgen einer sich ausbreitenden islamisch geprägten Kultur und zum Entstehen von Parallelgesellschaften, werde sofort verurteilt. Mit Andersdenkenden werde zunehmend unfair umgegangen. Das habe er auch selbst erleben müssen, als er innerhalb der CDU den Dialog versucht habe.

Da er bei der letzten Wahl viele Stimmen bekam, die nicht über die Parteiliste, sondern ihm persönlich gegeben wurden, hofft Schönhoff, auch bei den Wahlen im September ein Mandat in der Wedemärker Politik zu erhalten.

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