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Seniorenbeirat war Vorreiter in der Region

Wedemark Seniorenbeirat war Vorreiter in der Region

Die Gemeinde Wedemark hat schon vor 25 Jahren auf einen Seniorenbeirat gesetzt und war damit Vorreiter in der heutigen Region Hannover. Am Freitzag wurde die Arbeit des Gremiums im Bürgerhaus in Bissendorf gefeiert.

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Auch viele ehemalige Aktive aus früheren Seniorenbeiräte in der Wedemark kommen zur Feier.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Betreutes Wohnen war schon das Thema des ersten Seniorenbeirats, der 1992 seine ehrenamtliche Arbeit aufnahm. Daran erinnerte die jetzige Beiratssprecherin Erika Ebeling. Die Themenvielfalt, die für Senioren von Bedeutung sind, sei jedoch stetig größer geworden. Wohnraum zu sozialverträglichen Preisen und neue Wohnformen oder das Modell Mehrgenerationenhaus gehörten heute dazu. Im Blick habe der Seniorenbeirat angesichts des Anteils von 27 Prozent über 60-Jähriger besonders auch die generationenübergreifenden Themen und Kooperationen mit der Jugend.

„Wenn wir Bordsteine absenken, kommt das Senioren wie jungen Eltern mit Kinderwagen zugute“, illustrierte Bürgermeister Helge Zychlinski das Beispiel in der Feierstunde am Freitag ganz praktisch. In einer Kommune, die sich für Familien einsetze, bedeute dies ein Zusammenwirken aller Generationen. „Es gibt kein Gegeneinander.“ Wenn Ältere beispielsweise selbstbestimmt leben können, sei dies auch für die jüngere Generation gut.

Der Beirat sei eine Säule über 25 Jahre geworden, bekräftigte Zychlinski. „Ich lade alle ein, die in den Ruhestand gehen, die Arbeit zu unterstützen und sich in unserer Gemeinde zu engagieren“, sagte er. Was die Gemeinde selbst tun könne? Die Auflistung des Bürgermeisters allein der Bauvorhaben, die besondere Bedürfnisse von Senioren jetzt und künftig in mehreren Ortschaften berücksichtigen, war lang.

Aber auch die Liste der Redner und Grußüberbringer zu diesem Anlass war es. Um dafür Raum freizuhalten, ließ der Beirat seine eigene Arbeit mit allen Themen und Projekten während der Veranstaltung auf einer Leinwand hinter dem Rednerpult still Revue passieren.

Die Leistungen des „Sprachrohrs für die ältere Generation“ in der Wedemark ordnete der Sprecher des Regions-Behindertenbeirats, Klaus-Dieter Meyer, auch aus eigener Erfahrung ein, hatte er doch in Gründerzeiten bei den Wedemärker Urgesteinen einiges abgeschaut. Sie seien ein Motor gewesen für folgende Beiratsgründungen. Meyer zufolge ist nur Hannovers Beirat mit jetzt 42 Jahren älter als das Gremium in der Wedemark auf Platz zwei. In der Region gibt es jetzt in 13 der 21 Kommunen Seniorenvertretungen. So fehlt dieses Gremium etwa in Burgwedel und Isernhagen: „Wir arbeiten daran, die weißen Flecken zu vermindern“, betonte Meyer.

Langenhagens Vertreterin des Seniorenbeirats, Christa Röder, bestätigte ebenfalls dankbar, Aufbauhilfe bei den Nachbarn in der Wedemark erhalten zu haben. 2006 war das Gründungsjahr in Langenhagen. Als Mitglied des Landesseniorenbeirats konnte sie auch anführen, dass Niedersachsen mit mehr als 215 Beiräten das Bundesland mit den meisten Seniorenvertretungen ist.

Dass dessen Mitglieder in den Ratsausschüssen auch bei Entscheidungen mitwirken, verdeutlichte der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Jürgen Benk. Denn der Seniorenbeirat sei beileibe keine Beigabe zur Kommunalpolitik, meinte er. 

Ein Lob zog sich wiederkehrend durch alle Reden hindurch: Vor allem die Kontinuität, das Geradestehen in diesem ehrenamtlichen Einsatz über viele Jahre, Engagement nicht nur kurzfristig für das eigene Private, sondern für das Gemeinwesen  -  das macht die Seniorenarbeit aus.

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