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Wie aus 40 Kindern kein wilder Haufen wird

Mellendorf Wie aus 40 Kindern kein wilder Haufen wird

Jugendpflegerin Ellen Bruns weiß ihre klare Ansage in der Cafeteria der Jugendhalle durchzusetzen. Muss sie auch: Im Sommercamp der Gemeinde wären 40 Kinder sonst ein wilder Haufen.

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Den Kindern schmeckt ihr Frühstück in der Jugendhalle.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Um 9 Uhr wird gefrühstückt, bis um 10 Uhr muss jedes Kind vor der anstehenden Fahrt in den Park der Sinne in Laatzen auf der Toilette gewesen sein. Tische abräumen und wischen, Sonnenschutz auf die Kindergesichter cremen, Verpflegung einpacken - der Campleiterin stehen diesmal zum Glück zwei eigene Söhne als jugendlich entspannte Betreuer für die Kinder zur Seite. „Für das Camp sind zwölf junge Betreuer eingestellt, die alle bei der Gemeinde die Jugendleiterausbildung gemacht haben“, erläutert Bruns. Darüber hinaus hätten sich nur zwei Bewerber gemeldet, die - da ohne Jugendleitercard (Juleica) - nicht genommen wurden.

Die Jugendpflegerin hat im vergangenen Jahr neben ihrer praktischen Arbeit selbst 21 Jugendleiter ausgebildet, im Jahr davor 18. „Für die Ausbildung, die in diesem Herbst beginnt, habe ich schon sechs Anmeldungen“, sagt sie. Von den jungen männlichen Helfern im Sommercamp ist sie „sehr begeistert“. „Sie finden leicht einen direkten Kontakt etwa zu den größeren Jungen.“

Insgesamt läuft das Camp mit Standort Jugendhalle in Mellendorf über vier Wochen, vom 27. Juli bis 21. August. Für eine bis drei Wochen dürfen doppelt berufstätige und alleinerziehende Eltern ohne Hortplatz die verlässliche Betreuung für ihre Kinder in diesem Ferienprojekt buchen. Diesmal wollen 25 Kinder aus dem letzten Kita-Jahr und den Grundschulklassen zusammen mit 15 Fünft- und Sechstklässlern der weiterführenden Schulen sommerlich beschäftigt sein.

Immer auf dem Programm stehen das Spaßbad und der Freizeitpark nebenan. Heute geht die Reise in den Harz, um Sommerrodelbahn und Tropfsteinhöhlen zu erkunden. Campleiterin Ellen Bruns hat vorher noch grüne Matsche mit dem Mixer angerührt: eine Pappmachémasse, um „Seedbombs“ herzustellen. Die Kugeln mit Blumensamen können zum Keimen einfach ausgelegt oder eingebuddelt werden. Abgehakt ist die Aktion Bilderrahmen mit Steinchen verzieren, auch Glas wurde schon kreativ geschliffen. An weiteren Aktivitäten herrscht kein Mangel - Sport geht immer. Kostenlos gibt es diese verlässliche Feriengestaltung ab 7.30 Uhr nicht: Sie kostet die Eltern im Schnitt 90 Euro in der Woche.

von Ursula Kallenbach

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