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Frau findet Schlacht-Überreste von gestohlenem Rind

Gailhof/Kiebitzkrug Frau findet Schlacht-Überreste von gestohlenem Rind

Im Fall des Rindes, das in der Nacht zum Freitag auf einer Weide in Gailhof geschlachtet und gestohlen wurde, hat die Polizei neue Erkenntnisse. Nach einem Zeugenhinweis am Sonntagabend entdeckten die Beamten Müllsäcke mit Tierüberresten in Kiebitzkrug nahe der Langenhagener Straße.

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Die Polizei hofft auf weitere Zeugenhinweise.

Quelle: Symbolbild

Wedemark. Eine Spaziergängerin habe sich am Sonntagabend im Kommissariat in Mellendorf gemeldet und von Tier-Überresten in Müllsäcken in Kiebitzkrug berichtet. Das teilte Kai-Uwe Bebensee, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, am Montag mit. Nach dem telefonischen Hinweis der Frau sei eine Funkstreifenbesatzung umgehend zum Fundort gefahren. In Kiebitzkrug nördlich der Tankstelle, etwa in Höhe des Betonwerks, und etwa zehn Meter in östlicher Richtung von der Langenhagener Straße entfernt, hätten die Beamten tatsächlich drei graue Müllsäcke gefunden. Darin entdeckten sie den Kopf eines Rindes und weitere Körperteile. Da sich an den Ohren noch Clips mit einer individuellen Nummer befanden, seien die Tierreste eindeutig dem am vergangenen Freitag in Gailhof getöteten und entwendeten Rind zuzuordnen, sagte Bebensee. Auf der Weide selbst hatten die Polizei und die Züchterin nur noch Blutlachen und den Magen des Tieres gefunden.

Die Ermittler hoffen, dass sich weitere Zeugen unter Telefon (05130) 9770 melden. "Wir wissen nicht, wie lange die Säcke dort schon gelegen haben. Der oder die Täter haben diese aber sicher mit einem Fahrzeug dort hingebracht. Vielleicht ist jemandem zwischen Donnerstag und Sonntagnachmittag in Kiebitzkrug etwas aufgefallen, und sei es im Vorbeifahren", sagte Bebensee.

Für die Gailhofer Rinderzüchterin, die nicht namentlich genannt werden möchte, bleibt der Viehdiebstahl unerklärlich. "Seit es doppelte individuelle Ohrmarken gibt, klaut eigentlich keiner mehr Rinder", sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Wenn es ein Fleischrind gewesen wäre, hätte sie es noch verstehen können. "Aber an diesem Tier war doch nichts dran."  Es war ein fast einjähriges Rind, das rund drei Zentner wog. Es stand mit weiteren 16 Artgenossen unterschiedlichen Alters auf einer Weide, die durch rund 30 Meter Busch und Dornen vom Neuen Hessenweg getrennt liegt. Direkt heranzufahren funktioniert also nicht. "Eine Person allein kann das Tier nicht weggeschafft haben", ist sie sicher. "Und so einfach anfassen lässt sich so ein Rind auch nicht." Wie es den Tätern gelang, es einzufangen und zu töten, bleibt für sie deshalb ein Rätsel.

Nach ihren Worten ist die Weide mit Stacheldraht, einem Elektrozaun und einem abgeschlossenem Tor gesichert. Mehr könne man kaum machen, sagt sie, die zweimal täglich nach ihren Tieren schaut. Auf dem Schaden von etwa 800 Euro wird sie wohl sitzenbleiben. Das Tier sei nicht versichert gewesen.

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