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Standortgegner hoffen auf die Region

Wedemark/Brelingen Standortgegner hoffen auf die Region

Es geht den Befürwortern von Windrädern bei Brelingen nicht nur um Windkraft als solche, sondern um Windkraft als Einnahmequelle in der Wedemark. Darauf spitzt die Interessengemeinschaft (IG) Brelingen 03 Äußerungen der politischen Mehrheit und nicht zuletzt der Grünen zu.

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Die IG Brelingen 03 hofft auf die Region, die neue Standorte für Windkraftanlagen genehmigen muss.

Quelle: Symbolbild

Wedemark. „Ansonsten ist nicht zu erklären, warum ausgerechnet dieses Handtuch als Vorrangstandort ausgewiesen werden soll, wo sich an anderen Stellen außerhalb der Wedemark Flächen mit weniger Interessenkonflikten befinden, die auch viel leichter erweiterbar sind“, sagen Kerstin Stender und Frank Beisenbruch von der IG als Reaktion auf jüngste Äußerungen der Grünen. Die IG zählt nach eigenen Angaben derzeit 35 Mitglieder.

Alle Befürworter des Standortes Brelingen müssten zur Kenntnis nehmen, dass der Erlass endlich auch die Freigabe von Teilflächen in Landschaftsschutz- und FFH-Gebieten erlaube. So könnten nun wesentlich einfacher Windenergieanlagen in vorbelasteten Gebieten, die in Landschaftsschutzgebieten liegen - wie zum Beispiel entlang der Autobahn A7 - errichtet werden, gibt die IG zu bedenken.

Nach Ansicht der Interessengemeinschaft scheint es den Befürwortern von Windkraft in Brelingen aber wichtiger zu sein, jetzt den Plan durchzuziehen, statt eine andere Flächenauswahl in Betracht zu ziehen. So ruht die Hoffnung der IG mittlerweile auf der Region als Genehmigungsbehörde. Man hoffe, dass dort sachliche Argumente wie bessere Erweiterungsmöglichkeiten, weniger Eingriffe in die Natur und der Schutz des Menschen stärker berücksichtigt würden und so doch noch andere Flächen als die bei Brelingen gewählt werden, sagt Stender.

Das Argument der Grünen, die Wertschöpfung bleibe in der Wedemark, lässt die IG nicht gelten. Die Windkraftanlagen würden nicht in der Wedemark gebaut, Fachleute, die die Anlagen planen und aufbauen, seien ebenfalls nicht ortsansässig, sowenig wie die geldgebenden Banken und der später nötige Service.

Der von Grünen-Fraktionschef Ingemar Becker genannte Beitrag zur Verbesserung der Einnahmen der Gemeinde sei ein hoher Preis, den die Brelinger für die Zerstörung von Landschaft und Lebensraum zahlen, der sich auch nicht mit dem Finanzierungsbedarf an Kinderbetreuungsplätzen rechtfertigen lasse, meint die IG.

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