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Stoppt Urteil auch Brelinger Windkraftpläne?

Wedemark Stoppt Urteil auch Brelinger Windkraftpläne?

Jörg Brucks von der Bürgerinitiative Brelingen 03 sieht sich nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Windrädern in der Nähe von Flugsicherungsanlagen bestärkt. Auch die Brelinger Windräder würden mit großer Wahrscheinlichkeit von der Flugsicherung abgelehnt. Alles zuvor investierte Geld gehe dann verloren.

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Seit das Bundesverwaltungsgericht die Flugsicherung in der Ablehnung von Windkraftanlagen stärkte, fühlt die BI Brelingen Rückenwind.

Quelle: Symbolbild/Marius Becker

Brelingen. Brucks stellt an dem Urteil heraus, dass den Stellungnahmen der Flugsicherung künftig ein besonderes Gewicht zukommt – kraft gesetzlicher Aufgabenzuweisung. Denn die Richter legten fest: Wer über die Genehmigung von Windrädern im Umfeld von Funkfeuern ablehnend entscheide, müsse – anders als etwa beim Naturschutz – gegenläufige Gutachten anderer Fachleute nicht berücksichtigen.

Gleichzeitig hat sich Brucks die Lage der geplanten Windräder in Bezug auf Funkfeuer angesehen. Dazu hat er öffentlich zugängliche Karten im Internet zu Rate gezogen. Da er selbst Pilot ist, kann er sie auch in den Details lesen.

Er stellt fest: Schutzzonen um Flugsicherungsanlagen haben einen Radius von 15 Kilometern. Die Brelinger Windräder wären vom Flughafen in Langenhagen nur 7,2 Kilometer entfernt. Zudem lägen sie genau auf einer Flugroute, die Piloten nach einer abgebrochenen Landung einhalten müssen. Auch nach dem Nato-Anflugplan für den Wunstorfer Militärflughafen stünden nach seiner Recherche die Brelinger Windräder im Weg.

Dass die Flugsicherung das hölzerne Windrad bei Garbsen so nahe am Flughafen durchgehen ließ, sei kein Argument für Brelingen, sagt Brucks. Vielmehr habe die Behörde dort einen klaren Fehler gemacht, den sie auf keinen Fall wiederholen wolle. "Die haben da gepennt und sehen künftig wieder ganz genau hin", sagt er. Auch insofern liege ein Nein zu Brelingen nahe.

Sein Fazit: Wer als Anlagenprojektierer an dieser problematischen Stelle Geld für Pläne ausgibt, läuft große Gefahr, dieses Geld in den Wind zu schießen. Das müsse man allen sagen, die dort investieren wollten. Brucks: "Da schwebt ein Schwert, und das ist scharf." Vor diesem Hintergrund müsse auch die Region überdenken, ob sie Brelingen weiterhin als Vorrangstandort ausweisen wolle.

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