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Tagespflege in der Kneipe

Bissendorf Tagespflege in der Kneipe

Noch sieht alles recht unfertig aus, doch im Herbst soll in der ehemaligen Gaststätte Zur Eiche in Bissendorf die erste Wedemärker Sozialstation mit 30 Tagespflegeplätzen an den Start gehen.

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Wilfried Plumhof (links) erläutert Hendrik Hoppenstedt die Pläne für die erste Sozialstation in der Wedemark.

Quelle: Sven Warnecke

Bissendorf. Die Sozialstation, die ihren Sitz in Mellendorf hat, richtet dort ein knapp 400 Quadratmeter großes Tagespflegezentrum mit etwa 30 Plätzen ein. Nach Auskunft von Geschäftsführer Wilfried Plumhof sollen dort wochentags ältere und auch demenzkranke Menschen betreut werden, die tagsüber nicht in ihren Familien versorgt werden können, etwa weil die Angehörigen berufstätig sind. Mindestens drei Gruppen würden parallel angeboten. Das Fachpersonal - in Bissendorf entstehen zehn neue Arbeitsplätze - begleite die Besucher, jeden nach seinen Möglichkeiten. Das erfuhr der CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt bei seiner Sommertour.

Die Sozialstation hatte zum 31. März rund 20 Kunden einer anderen örtlichen Tagespflegeeinrichtung übernommen. Diese werden aktuell noch in der Sozialstation Lehrte betreut. Doch das bedeute viel Aufwand, berichtet Plumhof. Aus diesem Grund ist er sicher, dass die Wedemärker „für Bissendorf dankbar“ sein werden. Er ist mit Blick auf die Nachfrage sicher, dass die Einrichtung von Anfang an gut ausgelastet sein wird. Bereits gut ein Dutzend neuer Verträge seien bereits geschlossen worden.

Doch bis dahin hat Architekt Carsten Krüger noch viel zu tun. Etwa um dem im Anbau ansässigen Frisörgeschäft andere Räume im Hauptgebäude zur Verfügung zu stellen. Auch der alte Saal der Gaststätte wird verändert. Dort schwebt Plumhof eine Art Gesundheitszentrum mit Therapieeinrichtungen vor. „Das rundet das Angebot ab“, ist sich der Geschäftsführer der Sozialstation sicher.

Trotz Fachkräftemangel, speziell in der Pflegebranche, hat die Sozialstation für ihre Tagespflege keine Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden. „Wegen der geregelten Arbeitszeiten“, antwortete der künftige Leiter der Einrichtung, Sven Steudte, auf die Frage Hoppenstedts. Das sei deshalb speziell für junge Mütter, die wieder zurück in den Beruf wollen, sehr interessant.

Nicht nur optisch soll das historische Gebäude an der Burgwededeler Straße weitgehend unverändert bleiben. Auch die Eiche im Namen bleibt erhalten, sagt Plumhof. Ihm schwebt vor, die Sozialstation „Hus Eiche“ zu nennen. Als Zusatz sei Sozialstation Wedemark oder gar Bissendorf angedacht.

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