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Tanz verbindet Flüchtlinge und Einheimische

Wedemark Tanz verbindet Flüchtlinge und Einheimische

Sehr gut angekommen ist bislang ein Tanzprojekt des Vereins Miteinander.Wedemark, das Flüchtlinge und Einheimische einander näher bringen will. Der Auftakt mit Schülern und eine Abschlussvorführung von Schülern für Schüler fanden gute Resonanz.

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Tanztrainer Hans Fredeweß (links) führt Figuren vor.

Quelle: Roman Rose

Wedemark.  „3x3 days für dance“ heißt das Projekt, das der Verein in Zusammenarbeit mit der Compagnie Fredeweß aus Hannover auf die Beine stellt. Drei Gruppen treffen sich jeweils dreimal, um miteinander zu tanzen. Zweimal waren Schulen in geschlossenen Veranstaltungen dabei.

Wie engagiert die Schüler in der Sporthalle der Realschule bei der Sache sind, ist beim Näherkommen schon zu riechen. Schweißgeruch hängt in der Luft, an anderen Stellen halten Wolken von stark parfümiertem Duschgel dagegen. In der Halle springen, laufen, hüpfen, kugeln 31 Kinder und Jugendliche aus zwei Sprachlernklassen und 24 Realschüler durcheinander, üben Schritte und kleine Choreografien elementweise. Hebefiguren sind darunter, ein bisschen Breakdance auch, denn jeder bringt ein, was er kann und lernen konnte. Selbst in den Pausen bleiben viele mit Feuereifer dabei.

Hans Fredeweß führt mit einem internationalen Trainertram aus Hannover unterschiedliche Figuren vor, die Jugendlichen schauen ab und machen nach. Das besondere an diesem dritten Tag des zweiten Workshops: Die Flüchtlinge haben schon zwei Tage geprobt, als sie mit Realschülern zusammentreffen.
„Das hat den schönen Effekt, dass sie es einmal sind, die mehr wissen als andere“, erläutert Lehrerin Cordula Krause-Widjaja. „Die Kinder entfalten sich, Sprachprobleme sind nicht mehr so wichtig, Körpereinsatz und Bewegung verbinden sie“, stellt Fredeweß bei den Teilnehmern fest, die aus Syrien, Afghanistan, Iran, Irak, Guinea, der Türkei und Polen stammen.

Manchmal sorgt er dafür, dass nicht immer die zusammenklucken, die sich eh schon kennen. Er fordert viel, wie er sagt, aber: „Es macht auch stolz, etwas zu können. Richtig und falsch sind hier ohnehin nicht die Hauptsache. Wir wollen den Schulalltag aufbrechen und unterschiedliche Rollen in Bewegung auflösen.“

Der dritte Workshop ist offen für alle Interessierten von 8 bis 88 Jahren. Er ist für den 27, 28. und 30. März jeweils von 15 bis 18 Uhr geplant. Bis zu 70 Personen können sich anmelden unter 3x3dance@web.de. Eine öffentliche Abschlussveranstaltung ist für den 30. März, 19 Uhr, in der Jugendhalle Mellendorf vorgesehen.

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