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Sehbehinderten fehlen kluge Verkehrsampeln

Wedemark Sehbehinderten fehlen kluge Verkehrsampeln

Über kluge Ampeln für Sehbehinderte, ein Notfallmanagement für den plötzlichen Ausfall eines pflegenden Familienangehörigen, inklusiven Sport und vieles mehr berät der Behindertenbeirat Wedemark in seiner nächsten öffentlichen Sitzung. Das Gremium kommt am Dienstag, 10. Oktober, um 16 Uhr zusammen.

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Die Ampel an der Wedemarkstraße in Mellendorf ist eine der zentralen Anlagen, die Uwe Nautscher (links) und Gunther Partetzke zur Umrüstung in den Blick genommen haben.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Die Sitzung verbinden die Behindertenvertreter diesmal mit einem Besuch im Kinderpflegeheim Mellendorf. Auch künftig sollte der Beirat seinen gewohnten Tagungsort im Bürgerhaus in Bissendorf regelmäßig eintauschen gegen die gelebte Praxis, wünscht sich der Vorsitzende Gunther Partetzke. „Wir sollten zu den Menschen gehen, für die wir eintreten“, will er den Mitgliedern vorschlagen. So treffen sich Mitglieder und Interessierte schon diesmal um 16 Uhr am Kinderpflegeheim, Zedernweg 4. Nach einer Führung mit kurzem Vortrag ist ab 16.50 Uhr eine Fragestunde für die Besucher der Sitzung vorgesehen, dann geht es in die Tagesordnung.

Von den elf Mitgliedern des Behindertenbeirats Wedemark sind vier sehbehindert oder blind. Sie wissen, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen können – oder eben nicht. Hilfreiche Verkehrsampeln sind daher ein Thema für sie und mindestens 50 Sehbehinderte (Stand 2015) in der Gemeinde; bisher fehlen solche technisch für Sehbehinderte ausgerüsteten Anlagen an Überwegen in der Wedemark fast vollständig. „An vernünftigen zentralen Punkten müssten die Ampeln umgerüstet werden“, regt Beiratsmitglied Uwe Nautscher als ersten Schritt an. „Hier muss sich etwas tun, der Bedarf ist da“, betont auch Partetzke. Die Gemeinde, so sein Vorschlag, möge dieses Anliegen an die Region Hannover für die Regionsstraßen und beim Land für die Ampeln an Landesstraßen in der Wedemark vermitteln.

Inklusiver Sport – das seien nicht die oft teuer bezuschussten Vorzeigeprojekte und Spitzensportler, sondern viele behinderte Alltagssportler, die sich nicht besonders zu erkennen geben. Davon ist der Beiratsvorsitzende überzeugt und möchte mit dem Beirat klären, wie das Thema weiter verfolgt werden soll. „Wir wollen uns den Bedarf ansehen und eher den sportlichen Alltag stärken“, betont Partetzke.

Wo direkte Hilfe zu holen ist, wenn ein pflegender Angehöriger plötzlich ausfällt - diese Notsituation will der Beirat für die vielen betroffenen Familien klären. Deshalb ist bei der Sitzung ein Fachmann anwesend und wird dazu Fragen beantworten.

Der Beirat selbst könnte ebenfalls Hilfe gebrauchen. Um beispielsweise Protokolle und Einladungen digital zu erstellen, wünscht sich das Gremium Unterstützung von der Gemeinde. Auch darüber wollen die Mitglieder diskutieren.

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Unter der Kontaktfläche der Ampel ist ein Spezialknopf für Vibrations- oder akustische Zeichen vorgesehen, der jedoch an den Wedemärker Ampeln nicht aktiviert ist.

Quelle: Kallenbach
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