Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Unicef lobt Fortschritte bei Kinderrechten

Wedemark Unicef lobt Fortschritte bei Kinderrechten

Die Beteiligung von Kindern an der Bauleitplanung und der geplante Bau eines Kinderrathauses - es wäre das erste bundesweit - hat der Geschäftsführer von Unicef-Deutschland, Christian Schneider, jetzt bei einem Besuch im Rathaus gelobt. Es seien besondere Projekte zur Umsetzung von Kinderrechten auf lokaler Ebene.

Voriger Artikel
Anne Roland trainiert MTV-Tänzer seit 30 Jahren
Nächster Artikel
Vortrag über Moorschutz aus Faunisten-Sicht

Bürgermeister Helge Zychlinski (von links) spricht mit Unicef-Geschäftsführer Christian Schneider und der lokalen Gruppenleiterin Christiane Freude über den Stand der Umsetzung bei den Kinderrechten und dem Projekt Kinderfreundliche Kommune.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Es sei beachtlich, wie weit die Wedemark schon in der Umsetzung ihres 19-Punkte-Programms auf dem Weg zu einer Kinderfreundlichen Kommune gekommen sei, da der Startschuss erst vor einem halben Jahr gefallen sei, sagte Schneider in einem Pressegespräch. Zuvor hatte er sich von Bürgermeister Helge Zychlinski über Fortschritte und Hürden in dem Prozess informiert. Unicef hatte die Kinderrechte 1989 postuliert, die Wedemark sie 1999 aufgegriffen und thematisiert. Die "Straße der Kinderrechte" in der Gemeinde mit zahlreichen Kunstwerken ist ein sichtbarer Ausfluss davon.

"Unicef geht von zwei Seiten an das Thema heran", erläuterte Schneider. "Wir wollen zum einen die Kinderrechte ins Grundgesetz zu bringen und zum anderen die lokale Umsetzung fördern. Denn die Kinderrechte entfalten vor allem dort ihre Wirkung, wo die Kinder aufwachsen." Insofern gingen die Wedemärker Bestrebungen der Planungsbeteiligung und des Kinderrathauses genau in die richtige Richtung. Leider seien die Kinderrechte immer noch zu wenig bekannt. Die Leiterin der Unicef-Arbeitsgruppe Südheide, Christiane Freude, stellte fest: "Dass Kinder das Recht auf Schutz haben, wissen und verstehen viele noch. Dass sie aber auch ein Recht auf Teilhabe haben, ist offensichtlich weniger bekannt."

Zychlinski betonte, schon bei der Planung des Baugebiets Mühlengrund habe die Gemeinde mit Kinderbeteiligung gute Erfahrungen gemacht. Es komme darauf an, den Kindern die richtigen Fragen zu stellen. Das Budget zum Beispiel für eine Spielplatzgestaltung lege die Gemeinde vorher fest, aber die Verwendung könnten die Kinder dann unter Begleitung diskutieren und mitentscheiden. Auch für das Baugebiet Uferweg sei eine Kinderbeteiligung geplant.

Zum Plan eines Kinderrathauses - zurzeit auf dem Campusgelände angedacht - sagte Schneider, es sei wichtig, dass Kinder in ihrer Sprache ihre Bedürfnisse an einer festen Stelle vorbringen könnten, wo sie ernst genommen würden. Das gebe es noch viel zu selten. Zychlinski betonte, ein Kinderrathaus müsse für Kinder Barrieren senken, das Rathaus als Ort der Erwachsenen biete dies eher nicht. Außerdem müsse es zentral liegen. Es solle ein Ort sein, vom den Kindern wüssten, dass sie dort Hilfe bekommen und sich ins Gemeindeleben einbringen können. Er betonte auch, dass die Gemeinde nur dann den Bau vorschlagen werde, wenn 80 Prozent des erforderlichen Geldes aus Drittmitteln gesichert sei. Schneider nannte das Kinderrathaus ein besonders nachhaltiges Projekt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xzum15b6at5w4zckaz
Im Bürgerhaus bewährt sich Mix für Besucher

Fotostrecke Wedemark: Im Bürgerhaus bewährt sich Mix für Besucher