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Angler müssen mit Überprüfung rechnen

Wedemark Angler müssen mit Überprüfung rechnen

An Fischteichen in Altwarmbüchen wird derzeit ein Exempel statuiert: Größere Hütten und Zäune werden einem Verwaltungsgerichtsurteil zufolge voraussichtlich verschwinden müssen. Ob erst dort und dann in der ganzen Region Hannover, ist offen. Die Bauaufsicht in der Wedemark hält den Ball indes flach.

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Auch diesen Angelteich könnte sich die Bauaufsicht noch einmal zur Kontrolle ansehen.

Quelle: Ursula Kallenbach

Wedemark. Hütten von Hobbyanglern mit mehr als sechs umbauten Kubikmetern bewertete das Verwaltungsgericht Hannover definitiv als „landschaftsrechtlich erheblich“; sie müssen abgerissen werden. Eine Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht innerhalb eines Monats ist zugelassen. Richterin Jutta Schraeder sprach außerdem von einem „Rattenschwanz weiterer Verfahren“.

Die Bauaufsicht der Region Hannover geht seit Jahren gegen bauliche Anlagen in der freien Natur vor und reagiert auf Hinweise. In Isernhagen und Burgwedel muss die Aufsicht aus Hannover das Problem verfolgen; die Gemeinde Wedemark dagegen verfügt seit 2009 über ihre eigene Bauaufsicht im Rathaus.

Seither seien jedenfalls aus altbekannten Fischteichgebieten keine Meldungen über illegale Nutzungserweiterungen vorgebracht worden, berichtet Verwaltungsvorstand Joachim Rose auf Anfrage. „In den achtziger Jahren waren die Fischteiche in der Wedemark, insbesondere im Bereich Brelingen und Negenborn, Gegenstand von baurechtlichen Verfahren. Zuständig war seinerzeit noch der Landkreis Hannover. Seitdem war es um die Fischteiche ruhig.“ Die Eigentümer hätten sich wohl auch an die mit der Nachfolgebehörde - der Region - vereinbarten Regelungen gehalten und keine die Natur störenden Bauten mehr errichtet, heißt es aus der Verwaltung.

Von einer anderen Entwicklung spricht Rose in Bezug auf Hellendorf, entlang der Meitzer Straße. Viele Hellendorfer und die Wedemärker Polizei können ein Lied davon singen. „Dort wurde an den vorhandenen Teichen die Nutzung erheblich intensiviert, sodass wir auch aus Hellendorf selbst Beschwerden über Lärm und zunehmende Wochenendnutzungen an den Teichen bekommen haben“, berichtet Rose.

Bei einer Ortsbesichtigung vor zwei Jahren entdeckte die örtliche Bauaufsicht einige Wohnwagen, aber auch Angelhütten und anderes. „In einer Anhörung haben dann die Eigentümer einen Rückbau der vorhandenen Schuppen, Wohnwagen und so weiter zugesagt.“ Im Gegenzug konnte die Verwaltung, so Rose, eine Duldung kleiner Schuppen in Aussicht stellen.

Ob die Verabredung eingehalten wurde, will die Verwaltung jetzt voraussichtlich bis zum Ende des Jahres überprüfen, kündigt Rose an. Neue Beschwerden über eine Zunahme der baulichen Nutzung habe es seit 2014 nicht gegeben.

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