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Videoanlage im Heimatmuseum hat Premiere

Wedemark Videoanlage im Heimatmuseum hat Premiere

Am Sonntag hat eine neu installierte Videoanlage im Kavaliershaus des Heimatmuseums in Bissendorf Premiere. In einer Kammer im Obergeschoss ist der 1982 verstorbene Geigenbauer Karl Montag noch einmal in einer Fernsehaufzeichnung zu sehen. Die Generalprobe hat geklappt.

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Friedrich Thümler (von links) und Karl-Hans Konert bringen die neue Anlage in Stellung.

Quelle: Kallenbach

Bissendorf. Stöpsel hinein und – ein Interview mit dem Ausnahme-Geigenbauer flimmert über den Bildschirm. Ein wenig altbacken, von 1979, ein Acht-Minuten-Streifen, aber eben historisch einmalig. In dem Mitschnitt der damaligen Fernsehsendung im NDR Kulturspiegel erklärt der Instrumentenbauer, der viele Jahre in seiner Werkstatt in Bissendorf-Wietze arbeitete, seine Art des Geigenbaus. 19 Geigen schuf er nach dem Vorbild der berühmten Stradivari; die 20. ist unvollendet ausgestellt in der kleinen Stube im Richard-Brandt-Museum.

Auf den Punkt hat damit Friedrich Thümler aus dem Museumsteam eine frickelige Aufgabe gelöst: Für den Video-Player mit Verstärker musste er ein Eckmöbel anfertigen, das in die kleine museale Stube passt und noch dazu die unebenen Dielen mit Stellschrauben ausgleicht. „Die Besucher können die Anlage selbst bedienen“, zeigt Museumsleiter Karl-Hans Konert. Zwei getrennte Ohrhörer – „Hörknubbel“ – liegen bereit; sie können aber zum Mithören auch auf Raumlautstärke gebracht werden.

Die Anlage mit Bildschirm bleibt dort eine Dauereinrichtung. Gebaut – und auch bezahlt – ist sie als erster Teil des Projekts „Präsentation der Wedemark“, einer umfassenden historischen Darstellung dieser Gemeinde. Etwa 40 Einzelinterviews mit Wedemärkern aus allen Ortsteilen werden, ebenfalls als Videoaufzeichnungen, Ende Mai im Richard-Brandt-Museum vorgestellt. „Ein weiterer großer Teil folgt später, die Geschichte der Gemeinde, Landschaft und Dörfer“, kündigt der Museumsleiter an. Die Kommune selbst, die Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hannover unterstützen das Vorhaben.

In einem Konzert auf Einladung der Karl-Montag-Gesellschaft am Sonntag ab 16 Uhr im Bürgersaal in Bissendorf werden junge Musiker auch auf einigen der Ausnahme-Geigen von Karl Montag spielen. Nach einem Sektempfang können sich die Gäste dann auf den kurzen Weg vom Bürgerhaus ins benachbarte Museum machen, wo zwei kleine Räume das Andenken an das „verkannte Genie“ bewahren. Einmal jährlich veranstaltet die Karl-Montag-Gesellschaft aus Meppen ein solches Konzert mit Nachwuchsmusikern. Zu hören ist außerdem das Concertino Lingen. Der Montag-Gesellschaft stehen im Moment drei Instrumente zur Verfügung, die ständig an junge Musiker ausgeliehen werden.

Der Eintritt an der Konzertkasse im Bürgerhaus beträgt 6, ermäßigt 3 Euro. 

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