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Warum die Ehrenamtlichen sich mühen

Wedemark Warum die Ehrenamtlichen sich mühen

Auch ein breit aufgestelltes ehrenamtliches Engagement hält eine Gemeinde zusammen: In der Wedemark zeigten bei der ersten Ehrenamtsmesse 30 Gruppen und Vereine, wie vernetzt schon ihre Arbeit ist, und was ihre Mühen bewirken.

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Die Freiwilligenagentur vor allem – hier die Hauptamtlichen Daniel Diedrich (von links) und Anne-Kathrin Kracke mit der Formularlotsin Elke Brockmann – vernetzt in der Wedemark die ehrenamtlichen Gruppen.

Quelle: Kallenbach

Wennebostel. Zur besten Sonnabend-Einkaufszeit von 10 bis 15 Uhr belegten die Messestände einen Großteil der Parkplätze vor dem Edeka-Markt Lüders in Wennebostel. Wie von den Ehrenamtlichen erhofft, stiegen viele Wedemärker aus dem Sonnabendeinkauf dort kurzerhand um auf eine kleine Erkundungstour durch die Welt des Engagements für andere.

Warum machen die Ehrenamtlichen das? Diese Frage war die beste, die der Veranstaltung passieren konnte, denn sie führte Neugierige an die Messestände. Auch Bürgermeister Helge Zychlinski stellte und beantwortete sie aus Sicht der Gemeinde. Teils jahrelang schon am Werk oder „frisch am Markt“ organisierten die vielen ehrenamtlichen Gruppen Hilfe zur Selbsthilfe und engagierten sich fast täglich für andere, verdeutlichte Zychlinski. In vielen Bereichen, ob Feuerwehr, Suchtprobleme, Lebensrettung, soziale Schnittstellen für alle Generationen, sei das ehrenamtliche Engagement anzutreffen. Ohne das hätte die Gemeinde dramatische Probleme gehabt. „Es trägt dazu bei, dass das Zusammenhalten in unserer Gemeinde so gut ist“, betonte er. Die Gruppen, Vereine und Gremien übernähmen vieles, was sonst hauptamtlich organisiert werden müsste.

Sehr wohl hauptamtlich gibt die Gemeinde seit zwei Jahren der ehrenamtlichen Arbeit einen festen Rahmen mit ihrer Freiwilligenagentur. Leiter Daniel Diedrich organisiert und greift dort in einer ganzen, Anne-Kathrin Kracke in einer halben Stelle Bedarf und Wünsche ehrenamtlich Tätiger auf. Sie sorgen auch für Räume und Zuschüsse, initiieren Kontakte und Programm. Die Kommune, so versprach der Bürgermeister, werde diese Hilfen in den kommenden Jahren weiter untermauern. Die Stimmung unter den Aktiven ist dabei sichtlich gut. Ob Senioren und Behinderte, Naturschützer, Förderer des Heimatmuseums oder Bücherwagen-Initiativen, Feuerwehr und Retter, Flüchtlingshelfer oder Selbsthilfegruppen – in Gesprächen bestärkten sie auf der Messe gern jeden Schnuppernden in Sachen Ehrenamt, sich doch anzuschließen.

Die Freiwilligenagentur hat ihren Platz im ebenfalls noch wachsenden Mehrgenerationenhaus der Gemeinde Wedemark in Mellendorf am Gilborn (Gebäude der auslaufenden Berthold-Otto-Schule). Seit 1. Juli wird das MGH mit 30 000 Euro aus dem Bundeshaushalt gefördert, bereits in zweiter Förderperiode. Verwaltungschef Zychlinski konnte seine Hoffnung, dass es dabei auch über das Jahr 2020 hinaus bleiben werde, auf der Messe direkt an die Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt (CDU) und Caren Marks (SPD) richten. Ihr, der Parlamentarischen Staatssekretärin im Familienministerium, gab er diese Bitte auch an die Ministerin mit auf den Weg. Das MGH könne die Gemeinde zu einem „grandiosen Erfolgsmodell machen“, so Zychlinski. Das Haus solle Hilfestellung für unterschiedliche Generationen geben. Die Gemeinde schaffe dort gezielt weitere Vernetzungen.

Die nächste Ehrenamtsmesse kommt bestimmt. In zwei Jahren, so stellte Zychlinski in Aussicht, werde man erneut Edeka-Lüders fragen, dann im neu errichteten Supermarkt in Elze.

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