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Im Resser Moor arbeiten Helfer bis Dezember

Wedemark Im Resser Moor arbeiten Helfer bis Dezember

Statt ans Entkusseln von Baum und Strauch im Moor gingen tatkräftige Helfer am Sonnabend in Resse zunächst an den Abbruch einer ehemaligen Jagdhütte. Dort, am Rande des Otternhagener Moores in Höhe des Sportvereins Resse, entsteht ein Moor-Erlebnispfad.

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Gemeinsam mit Karl-Heinz Müller (Mitte sitzend) machen sich Helge Herrmann (von links) aus Stöckendrebber, Margot Luginbühl aus Hannover und Horst Gieseke aus der Wedemark ans Werk.

Quelle: Kallenbach

Resse. Auf 500 Metern soll als Rundweg ein barrierefreier Abschnitt gebaut werden. „Hinter der Hütte verläuft die Moorgrenze“, erläuterte Karl-Heinz Müller aus dem Arbeitskreis Moor am Moorinformationszentrum Resse und dem Verein Bürger für Resse den Helfern. Das Randgebiet davor sei ehemals von Heide bedeckt gewesen. Um diesen Zustand wieder herzustellen, der auf den eiszeitlich aufgewehten Sand zurückging, steckt die Region Hannover Planungsarbeit und Geld in das Projekt „Atlantische Sandheiden“. Eine finanzielle Förderung kommt auch aus dem LEADER-Projekt der EU, in dem als Förderregion Meer und Moor die Kommunen Wedemark, Neustadt und Wunstorf gemeinsam Naturschutz und Tourismus voranbringen.

Der Sandrücken aus dem Ende der Gletscherzeit ist heute noch in der ganzen Wedemark zu erkennen. „Er zieht sich vom höchsten Punkt bei Bissendorf über Scherenbostel und Wiechendorf bis hier westlich von Resse und weiter in Richtung Otternhagen“, verdeutlicht Müller. Die Region Hannover hat die Brachfläche östlich und nördlich des Resser Sportplatzes vor einigen Monaten gekauft und renaturiert sie als Heidelandschaft. Die Arbeiten sollen in Kürze beginnen. Der Verein Bürger für Resse hatte die Renaturierung der Fläche bei der Region angeregt. Damit das Bild vom ursprünglichen Heide-Moor-Übergang am Ausgangspunkt des Erlebnispfades wieder hergestellt werden kann, wird die Fläche freigemacht und dann mit geschreddertem Heide-Material aus Luttmersen (Neustadt am Rübenberge) „geimpft“. „So hat man auch in der Lüneburger Heide Flächen wieder mit Heide besiedelt“, erzählt der Moorkenner.

Auch bei den beiden nächsten Terminen, am 30. September und 14. Oktober, jeweils ab 9 Uhr, werden die Ehrenamtlichen voraussichtlich noch an der Hütte zu tun haben. Entkusseln – also Moor von aufgewachsenem Gehölz befreien – können die Helfer an weiteren Terminen in diesem Jahr, denn noch in diesem Winterhalbjahr sollen in dem Bereich bei Resse die restlichen Bäume gefällt und aus dem Moor gebracht werden. Voraussichtlich im Dezember beginnt die Region mit dem Bau des barrierefreien Erlebnispfades.

Nur ein kleines Stück Weg hinein ins Moor kann, wer sich für Moor- und Naturschutz begeistert, die Ergebnisse des Entkusselns bewundern: Dort fällt das Sonnenlicht auf eine freie Hochmoorfläche mit den typischen Wasserstellen. Ehrenamtliche Helfer haben dafür im vergangenen Herbst und Winter hart gearbeitet. Bei zehn Terminen leisteten sie mehr als 700 Einsatzstunden. Mehr als die Hälfte des aufgewachsenen Gehölzes konnte so bereits gefällt und abtransportiert werden.

Info: Die nächsten Einsätze finden sonnabends am 30. September, 14. und 28. Oktober, 11. und 25. November sowie am 9. Dezember statt, jeweils ab 9 bis spätestens 15 Uhr. Treffpunkt Resser Sportplatz (Osterbergstraße 37). Wetterfeste Kleidung und Gummistiefel oder wasserdichtes Schuhwerk sind erforderlich. Weitere Auskünfte gibt Karl-Heinz Müller unter (0 51 31) 45 68 13, ebenso die Geschäftsstelle im Mooriz mittwochs bis freitags von 11 bis 17 Uhr unter (0 51 31) 4 79 97 44.

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