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„Bufdis“ in der Flüchtlingshilfe gesucht

Wedemark „Bufdis“ in der Flüchtlingshilfe gesucht

Bis zu elf Interessenten sucht die Gemeinde Wedemark im Bundesfreiwilligendienst für den Einsatz in der Flüchtlingshilfe. Eingestellt werden sollen sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Die Stellen sind in Vollzeit wie in Teilzeit zu besetzen. Bewerber sollten sich sehr schnell melden, betont Gemeindesprecher Hinrich Burmeister.

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Quelle: dpa/Symbolfoto

Wedemark. Die „Bufdi“-Stellen - Kontingente des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Angelegenheiten - seien in aller Regel in kürzester Zeit ausgebucht.

In der Wedemark sind Unterkünfte für Asylbewerber herzurichten, die Flüchtlinge benötigen Beratung und Orientierungshilfen, sie müssen etwa bei Behördengängen, Schulanmeldungen oder Arztbesuchen begleitet werden. Die Freiwilligen müssen einen Führerschein haben, da sie Fahrdienste übernehmen sollen. Möbel, Geräte und Spenden sind zu transportieren und auch größere Einkäufe. Die Freiwilligen können sich für eine Dienstzeit von sechs bis zwölf Monaten bewerben.

Die Gemeinde wirbt damit, dass junge Menschen mit Eigeninitiative, Kooperations- und Organisationsfähigkeiten eigenverantwortlich in einem vielseitigen Einsatzgebiet tätig sein können. Die Arbeitszeiten sind flexibel. Das Taschengeld beträgt maximal 372 Euro. Für die Bewerbung - bis zum 31. Januar - sollen Interessenten das Online-Bewerbungsformular auf der Homepage der Gemeinde wedemark.de unter „Stellenanzeigen“ verwenden.

Lukas will nicht irgendwie nur jobben

Noch bis Ende Juli wird Lukas Kraetzschmer bei der Gemeinde als Bundesfreiwilligendienstler im Einsatz sein; angefangen hat er im Bereich Migration und Geflüchtete im August 2015. Er berät Geflüchtete in Sachen Deutschkurse, erstellt Infomappen, hilft, Wohnungen auszustatten und Möbel aufzubauen. „Ich gestalte auch Freizeitaktivitäten mit den Flüchtlingen“, erzählt Lukas in einem Gespräch mit Gemeindesprecher Hinrich Burmeister. Nach der Schule wollte Lukas „nicht irgendwie jobben, sondern eine sinnvolle Tätigkeit ausüben“. Seine Mutter machte ihn auf das BFD-Angebot aufmerksam. „Man lernt viele neue Gebräuche und auch Speisen kennen, wenn man mal wieder eine der Familien besucht, um etwas zu erledigen. Und man lernt vieles über die Abläufe in einer öffentlichen Verwaltung. Dazu hat man normalerweise überhaupt keinen Draht. Außerdem muss man sich in unterschiedlichen Situationen beweisen und seinen Mann stehen!“, erzählt Lukas. Nach einem anstrengenden Tag nach Hause zu gehen und zu wissen, dass man etwas geschafft hat – für den „Bufdi“ ist das ein gutes Gefühl.

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