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Naju-Team sucht Nachwuchs

Wedemark Naju-Team sucht Nachwuchs

Die Eltern haben die Nachricht noch vor den Ferien in einem Brief erhalten: Heide Winterfeldt will sich aus der Leitung der Naturschutzjugend (Naju) Wedemark nach zehn Jahren zurückziehen. Verstärkung im Team ist dringend gefragt.

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Ob Spektiv und Fernglas helfen? Heide Winterfeldt (links) und
Eva Krohm sind auf der Suche nach einer Verstärkung im Naju-Team.

Quelle: Ursula Kallenbach

Wedemark. Heide Winterfeldt, Eva Krohm und Axel Neuenschwander betreiben die Jugendarbeit im Naju seit Langem als Team. „Anders geht es nicht“, sagt Winterfeldt. So könne die Arbeit aufgeteilt werden. Viele junge Helfer sind noch mit im Boot: Fünf Schüler aus dem achten Jahrgang der Realschule und der IGS Wedemark. Außerdem ist der nächste FSJler aus dem Moorinformationszentrum (Mooriz) in Resse quasi schon für eine Kooperation gebucht.

Aus dem ganzen Arsenal zur Naturerkundung ist ein Großteil bisher griffbereit bei Winterfeldts versammelt: Haus, Garten und Ställe am Hessenweg in Gailhof sind nahezu ideal. Ob Lupenglas, Bollerwagen, Bestimmungshilfen oder Zelt, Ferngläser und Spektiv - sie finden sich dort griffbereit im Keller und auf dem Boden. Auch das Waldhaus des Nabu hält Anschauungsmaterial bereit. Was bei Aktionen darüber hinaus auch an Sachkunde benötigt wird, steuern auch die Fachleute aus dem Nabu bei.

Außerdem besteht ein guter Draht zum Schulbiologiezentrum in Hannover. „Sie leihen Equipment aus und machen Schulungen“, gibt Heide Winterfeldt schon mal vorsorglich interessierten Nachfolgern mit auf den Weg. Tierpräparate wie Raupen und kleine Nachtfalter sind dort zu haben, Habichte oder Tierfelle, aber auch technische Geräte.

„Wir bespaßen die Kinder nicht“, sagt die Naju-Gründerin, und die Aktionen der Jugendgruppe über die Jahre geben ihr recht. Nicht nur in den eigenen Biotopen leiten die Nabu-Aktivisten die jungen Naturschützer an. Für die Aktion „Kartoffeln pflanzen und ernten“ hatte der Hellendorfer Landwirt Martin Schönhoff einen Streifen Acker reserviert, und gemeinsam mit den Eltern buddelten die Kinder die Erdäpfel schließlich aus.

Seit 2008 steht Eva Krohm Heide Winterfeldt zur Seite und brachte kulturelle und kreative Seiten in diese Jugendarbeit. Auch sie will nun nicht mehr regelmäßig dabei sein, sondern sich auf ihre zahlreichen ehrenamtlichen Aufgaben im Kinderschutzbund, für sozial schwache Familien und Flüchtlinge konzentrieren. „Wenn Heide zurücktritt, wird es mir zu viel“, sagt sie ehrlich.

Der Dritte im Bunde, Axel Neuenschwander, wird nach Überzeugung der beiden Naju-Frauen alles daransetzen, dass die Gruppe fortgeführt wird. Er ist zurzeit im Urlaub. „Und ich bleibe beratend dabei“, versichert Winterfeldt, „aber eben nicht regelmäßig“. Sie wolle beim Naju kein „Moos ansetzen“, sondern auch andere Projekte vertiefen.

„Was wir gemacht haben, ist nicht der Maßstab. Die Hauptsache ist, dass es weitergeht“, machen Winterfeldt und Krohm deutlich. „Der Zeitrahmen für die Naju-Treffen ist doch völlig flexibel, und man kann die Arbeit auch ganz anders aufziehen.“

Jugendgruppe schon oft ausgezeichnet

Angestoßen hat den Gedanken, eine Jugendgruppe (Naju) im Nabu Wedemark zu gründen, die Familie Winterfeldt, nachdem sie 2005 mit ihren Kindern Meike und Niklas regelmäßig an Aktivitäten der Burgwedeler Naturschutzjugend (Naju) teilgenommen hatte. Heide Winterfeldt ergriff diese „Initialzündung“, um 2006 die Wedemärker Naju zu gründen. Diese Gruppe hat über die Jahre viele Preise für Programm und Engagement geholt. Für einige andere Naju-Gruppen im Land haben die Wedemärker schon Geburtshilfe geleistet. Aktuell sind 25 Jungen und Mädchen zwischen sechs und 13 Jahren dabei. Sie treffen sich 14-tägig freitags von 15.30 bis 17.30 Uhr auf wechselndem Gelände, in Biotopen oder im Nabu-eigenen Waldhaus in Mellendorf, zu unterschiedlichen Aktionen.

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