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Neue Übergangslösung für Flüchtlinge

Wedemark Neue Übergangslösung für Flüchtlinge

Für rund 65 000 Euro hat die Gemeinde Wedemark die beiden ehemaligen Klassenräume im Drei-Dörfer-Treff in Scherenbostel für Flüchtlinge herrichten lassen - als Not- und Übergangslösung für bis zu 20 Menschen. Sie sind seit Dienstag bezugsfertig.

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Quelle: Roman Rose

Scherenbostel. Lokalpolitiker von SPD und CDU verschafften sich jetzt kurz nacheinander einen Eindruck vom Fortgang der Arbeiten. Sie ließen sich von der ersten Stadträtin Konstanze Beckedorf und Architektin Susanne Bischoff die Details erläutern. So wurden die Klassenräume in der ehemaligen Grundschule jeweils mit einer Trockenbauwand unterteilt.

In zwei größeren Zimmern stehen nun je drei Stockbetten, in zwei kleineren je zwei, sodass bis zu 20 Menschen dort untergebracht werden können. Die Betten stammen aus der ersten Notbelegung im Drei-Dörfer-Treff, als die Gemeinde praktisch über Nacht Flüchtlinge unterbringen musste. Damals beschaffte sie sich die Betten kurzfristig von einem schwedischen Möbelhaus. Da das Zusammenschrauben eine sehr zeitaufwendige Arbeit gewesen sei, greife die Verwaltung nun auf eine Firma zurück, die die Räume komplett schlüsselfertig ausstatte, erläuterte Beckedorf.

Zudem stellte die Gemeinde Duschen und Toiletten neu her. Deren Bau habe den Löwenanteil der Investition verschlungen, berichtete Bischoff. In einem gemeinsamen Bereich können die künftigen Bewohner an einer Küchenzeile kochen. Sie werden ihre Übergangsquartiere von der Südseite aus über einen eigenen Eingang erreichen. Zahlreiche Gruppen und Vereine, die die Turnhalle in dem Gebäude nutzen, werden weiterhin durch den Eingang an der Nordseitegehen. Eine große Wand in der Eingangshalle zur Turnhalle sorgt dafür, dass beide Bereiche getrennt sind.

Beckedorf betonte, dass diese Quartiere nicht für langfristige Unterbringungen gedacht seien, sondern als Reserve für Notfälle. Es bleibe dabei, dass Flüchtlinge in private Wohnungen vermittelt würden. Die Verwaltung rechne jeden Tag damit, die neue Zahl von Flüchtlingen mitgeteilt zu bekommen, die in der Wedemark untergebracht werden. „Dann werden unsere Wohnungsreserven zusammenschmelzen“, sagte Beckedorf.

Obwohl die Gemeinde weder Einfluss auf die Zahl noch auf die Herkunft der Menschen nehmen könne, habe bisher das Wohnungsangebot gut mit den familiären Gegebenheiten bei den Flüchtlingen zusammengepasst. Es seien ganz überwiegend Großfamilien zugewiesen worden, nur wenige Einzelpersonen.

Programm geht weiter

Das Programm des Drei-Dörfer-Treffs geht weiter, auch wenn das angestammte Gebäude (das alte Schulhaus) dafür wegen der Nutzung für Flüchtlinge nicht mehr zur Verfügung steht. Es werde im Seminar- und Aktionszentrum SAZ am Husalsberg 7 in gewohntem Umfang mit allen Donnerstags-Angeboten weitergeführt – und zwar ebenfalls kostenlos, wie Marion Brüggemann-Behnke betonte.

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