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„Null Bock“ für die Kunst

Wedemark „Null Bock“ für die Kunst

Die 13. Wedemärker Skulpturentage sind zuende. Die sieben Künstler haben die Besucher mit ihren außergewöhnlichen Holzarbeiten begeistert und nahmen sich am Wochenende zum Abschluss der Schau Zeit, ihre Werke zu erklären.

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Bernd Laudage (rechts) erklärt Marvin Ahrens (von links), Uwe Aufrichtig und Holger Köhnk sein Werk. 

Quelle: Hartung

Bissendorf-Wietze. Er hat „null Bock“. Und zeigt das auch. Die Holzskulptur von Clemens Heidger trägt diesen ungewöhnlichen Namen - und bedarf einer Erklärung. Der Künstler aus Hannover erhielt den Stamm aus der Eilenriede, wo ein kranker Baum gefällt werden musste. „Der Hirschkäfer, also der Bock, hatte sich dort bereits eingenistet. In den Löchern befanden sich Larven.“ Nun ist der Holzstamm frei von Käfern. „Null Käfer sind dort drin, also null Bock“, erklärt Heidger und lacht.

Er gehört zu einer Gruppe von sieben Künstlern, die sich von Donnerstag bis Sonntag in Bissendorf-Wietze zu den 13. Wedemärker Skulpturentagen trafen. Auf einem Waldgrundstück arbeiteten die Künstler an ihren Werken, am Sonntag folgte die Ausstellung. Auf dem Gelände an der Burgwedeler Straße, wo auch Organisator Bernd Laudage wohnt, befanden sich rund 70 Skulpturen.

„Wir treffen uns jedes Jahr zum Austausch, denn für Arbeiten mit Holz gibt es immer wieder neue Ideen“, sagt Laudage. Die meisten Künstler kamen aus der Region Hannover und Celle, ein „Ausreißer“ vom Jadebusen war jedoch auch dabei.

Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, in der Idylle der Waldlichtung einen kleinen Kunstspaziergang zu unternehmen. „Ich habe keine Ahnung von Kunst. Aber ich finde es faszinierend, was man aus Holz alles machen kann“, sagte der Hildesheimer Ralf Wende. Seine Frau Barbara Dörner-Wende war ebenfalls begeistert. „Ich mag ansonsten auch moderne Kunst. Hier gefällt mir, dass man das frische Holz noch riechen kann.“

Aus Großburgwedel war eine Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, nach Bissendorf-Wietze gekommen. „Das ist eine tolle Idee, die Skulpturen so der Öffentlichkeit zu zeigen.“ Eigentlich wollte sie schon ein paar Tage vorher vorbeischauen. „Ich wollte zusehen, wie die Künstler arbeiten, habe es aber leider nicht geschafft.“

Von Stephan Hartung

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