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Es wird gewerkelt statt gelernt

Mellendorf Es wird gewerkelt statt gelernt

Im Mellendorfer Schulzentrum geht es rund - allerdings bevölkern derzeit nicht Schüler die Räume und Flure, sondern Handwerker. Mindestens 72.000 Euro investiert die Gemeinde in Sanierung und Umbauten, rund 40.000 Euro kommen für neue Möbel hinzu.

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Julia Weber steht in einem Klassenraum, der zurzeit als Zwischenlager dient.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Mindestens 45.000 Euro kostet nach bisheriger Kalkulation der Gemeindeverwaltung allein der Umbau des Gebäudes, in dem bisher die Konrad-Adenauer-Schule (KAS) angesiedelt war. Dort sind künftig zehn Klassen der IGS untergebracht. Die Hauptschüler werden künftig in einem Ergänzungsbau der Realschule unterrichtet. Sie werden an ihrer alten Stätte aber noch einige Fachräume nutzen, wie Jörg Clausing, im Rathaus Fachbereichsleiter für Bildung, Familie und Sport, erläutert. Die Formulierung, dass die IGS in die Hauptschule einzieht, würde im Rathaus allerdings niemand benutzen. „Wir sehen den Campus W mit seinem Raumangebot immer als Gesamtheit für alle unsere Schulen“, betont die Erste Stadträtin Konstanze Beckedorf.

Für die zehn IGS-Klassen lässt die Gemeinde im alten KAS-Gebäude vor allem Kabel für ein Computernetzwerk (LAN) ziehen und die Räume neu streichen. Nicht zuletzt wird ein zweites Lehrerzimmer eingerichtet. Außerdem zieht die Bücherei innerhalb des alten KAS-Gebäudes um (Kosten: 2000 Euro). Sie wird ein bis zwei Jahre provisorisch im früheren Verwaltungstrakt untergebracht, bis sie endgültig eine Heimat bekommt. „Dann wird es aber richtig schön“, verspricht Clausing.

Dieses Provisorium ist eines der Zeichen dafür, dass auf dem Campus W auch auf längere Sicht noch einige Umplanungen und Umzüge anstehen. Eine Projektgruppe im Rathaus beschäftigt sich seit rund einem Jahr damit, wie, wo und wann welche Erfordernisse der verschiedenen Schulformen auf dem Gelände mit dem Raumangebot in Einklang gebracht werden können. Hintergrund ist zum einen das wieder auf 13 Jahre angelegte Abitur, das dem Campus W einen ganzen Jahrgang mehr beschert, als bei dessen Planung zu ahnen war. Zum anderen hat der Rat das Auslaufen der Hauptschule beschlossen, sodass sich der Bedarf an Hauptschulklassenräumen von Jahr zu Jahr verringert und die Schüler sich neu verteilen. Vor diesem Hintergrund könnte ein stattlicher Stapel gefüllter Umzugskartons in einem der Flure als vorläufiges Symbolbild für das Hin und Her gelten.

Rund 8000 Euro lässt es sich die Gemeinde kosten, im Schulzentrum drei Räume akustisch auf Vordermann zu bringen. Zusätzlich schafft sie im Bemühen für die Inklusion eines Kindes mit erhöhtem Förderungsbedarf eine Soundfield-Anlage an - Kostenpunkt rund 3500 Euro. Sie besteht aus Mikrofonen und Empfängern, ohne die dieses Kind dem Unterricht nicht folgen könnte.

In der Grundschule Mellendorf werden rund 5500 Euro verbaut, um einen Wasserschaden zu sanieren. Außerhalb Mellendorfs ist nur noch in der Grundschule in Brelingen eine Verbesserung der Akustik für etwa 1500 Euro angesetzt, in den Grundschulen Bissendorf, Elze, Hellendorf und Resse sind nach Auskunft der Verwaltung nur kleinere Arbeiten im Zuge der Bauunterhaltung vorgesehen.

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