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Diese Kandidatin soll gewählt werden

Wedemark Diese Kandidatin soll gewählt werden

Sie ist parteilos und trägt gern Farbe: Die Volljuristin und Diplom-Verwaltungswirtin Susanne Schönemeier aus Hannover wird voraussichtlich zum 1. August das vakante Amt der Ersten Gemeinderätin in der Wedemark antreten.

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Wedemark. In die Wedemark umziehen möchte die 50-Jährige, wenn sie hier als Verwaltungsvorstand ihre Arbeit aufnimmt, und direkt vor Ort Kontakt zu den Bürgern haben. Was sie an Themen, Engagement und Berufserfahrungen mitbringt, scheint äußerst passgenau für diese Kommune. „Senioren sind ein Schwerpunktthema für mich, Flüchtlinge der zweite. Wichtig ist mir auch der Ausbau der Ganztagsschulen und ein erweitertes Angebot dort“, führte sie gestern bei ihrer Vorstellung im Rathaus an. Als alleinerziehende Mutter einer Tochter wisse sie, wovon sie spreche: „Ich habe sie gerade durchs Schulsystem gebracht“.

29 Bewerbungen aus dem ganzen Bundesgebiet waren insgesamt auf dem Tisch, 13 von Frauen. Schönemeier ist als einzige Kandidatin aus den Bewerbergesprächen hervorgegangen – „eine hervorragende Kandidatin“, wie Bürgermeister Helge Zychlinski gestern im Gespräch im Rathaus betonte.

Für ihre Wahl im Gemeinderat hat der Verwaltungschef das ausschließliche Vorschlagsrecht; dort steht Schönemeiers Wahl als Beamtin für eine Amtszeit von acht Jahren am 23. Mai an. Am Mittwoch, 11. Mai, macht sich die Kandidatin in den Fraktionen bekannt, am 17. Mai befindet der Personalausschuss. Die Vorgängerin im Amt, Konstanze Beckedorf, ist bekanntlich zur Stadt Hannover gewechselt und dort seit 1. März als Dezernentin für Soziales und Sport tätig.

Aufbau und Arbeitsmethoden von Landes- und Kommunalverwaltungen kennt Schönemeier seit mehr als 14 Jahren aus einer speziellen Sicht: Die Volljuristin war geschäftsführend in Verbänden auf gesundheits-, sozial und wohnungspolitischem Feld tätig. Bei der Verbandsarbeit müsse immer eng, insbesondere auch mit den kommunalen Spitzenverbänden zusammengearbeitet werden, verdeutlichte sie. Als Diplom-Verwaltungswirtin hat sie Kenntnisse in der Verwaltung erworben, doch damals noch ein Jurastudium angeschlossen. Sechs Jahre führte die Juristin eine eigene Anwaltskanzlei, beim Deutschen Mieterbund mit 30000 Mitgliedern arbeiteten 23 Juristen unter ihrer Verantwortung.

Sie sehe die Gemeinde Wedemark auf einem sehr innovativen Weg, betonte Schönemeier und nannte auch das seniorengerechte Wohnen im Alter. Die Gemeindeverwaltung bekommt mit ihr außerdem Zuwachs an Detailwissen in Gesundheitspolitik, Altenpflege- und Behinderteneinrichtungen und Qualitätsmanagement. „Die Nähe zum Sozialen ist bei mir also intensiv vorhanden“, hatte sie schon in ihrer Bewerbung geschrieben. Ohne Wenn und Aber prädestiniere sie die viele Arbeit im Sozialbereich bisher, bestätigte Zychlinski. „Das bedeutet aber auch noch gewaltige Einarbeitung.“ Besonders freue er sich, dass Schönemeier das Ehrenamt aus ihrem bisherigen Berufsleben kennt. In der Wedemark sei das „extrem wichtig“.

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